Präsidentenwahl: Blatter verschafft sich Zeit für seine Reformpläne
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PräsidentenwahlBlatter verschafft sich Zeit für seine Reformpläne

Der Nachfolger von Sepp Blatter als Fifa-Präsident wird erst im Februar 2016 gewählt. Damit könnte der 79-Jährige seine Wünsche noch durchsetzen.

von
heg
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Sepp Blatter kann seine Reformpläne vielleicht noch durchbringen. Sein Nachfolger als Präsident wird erst am 26. Februar 2016 gewählt.

Sepp Blatter kann seine Reformpläne vielleicht noch durchbringen. Sein Nachfolger als Präsident wird erst am 26. Februar 2016 gewählt.

AP/Tsafrir Abayov
Michel Platini (r.) überlegt sich bis Anfang August eine Kandidatur. Der 60-jährige Franzose geniesst grosse Unterstützung.

Michel Platini (r.) überlegt sich bis Anfang August eine Kandidatur. Der 60-jährige Franzose geniesst grosse Unterstützung.

AFP/Fabrice Coffrini
Bisher hat erst der frühere brasilianische Fussballer Zico seine Kandidatur bekannt gegeben.

Bisher hat erst der frühere brasilianische Fussballer Zico seine Kandidatur bekannt gegeben.

epa/Antonio Lacerda

Der 26. Februar 2016 wird Sepp Blatters letzter Tag als Fifa-Präsident sein. Dann entscheidet der Kongress, wer Nachfolger des 79-jährigen Wallisers wird. Dies hat das Exekutivkomitee am Montag in Zürich beschlossen.

Weil erst nächstes Jahr gewählt wird, wird Blatter versuchen, seine Reformpläne bis dahin durchzubringen. Der Walliser liebäugelt mit Altersbeschränkungen für die Exekutivmitglieder. Das 25-köpfige Gremium soll zudem verkleinert werden. Damit will Blatter die Macht der Europäer begrenzen, die rund ein Drittel des Komitees stellen.

Platini überlegt sich Kandidatur

Der Wahltermin im Februar passt vor allem der Uefa nicht. Sie wollte die Blatter-Nachfolge bereits im Dezember regeln, muss nun aber mit dem neuen Termin vorliebnehmen. «Die Einführung und Umsetzung eines neuen Reformpakets sehe ich beim neuen Präsidenten», wettert Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fussballbundes DFB in der «Bild».

Die Uefa stellt mit ihrem Präsidenten Michel Platini, der vorerst eine Niederlage erlitt, wohl einen Präsidentschaftskandidaten. Der 60-jährige Franzose, der nicht der Wunsch-Nachfolger von Blatter ist, überlegt sich in den nächsten zwei Wochen, ob er antritt. Er soll von zahlreichen Nationen um eine Bewerbung gebeten worden sein und die Zustimmung der Konföderationen aus Europa, Asien, Südamerika und Nord- und Zentralamerika haben.

Bisher hat einzig der Brasilianer Zico seine Kandidatur angekündigt. Der Jordanier Prinz Ali bin al-Hussein, der im Mai Blatters einziger Gegner war, stehe zur Verfügung, sagte er.

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