Parknot: Blaue Zone wird zum roten Mobility-Revier
Aktualisiert

ParknotBlaue Zone wird zum roten Mobility-Revier

Parkplätze in der Blauen Zone sollen auch für Carsharing genutzt werden. Das sorgt bei Autofahrern für Ärger.

von
Christian Holzer
Mobility will in Zukunft Parkplätze der Blauen Zone für ihre Autos beanspruchen.

Mobility will in Zukunft Parkplätze der Blauen Zone für ihre Autos beanspruchen.

Die roten Mobility-Autos werden in Zukunft auch in der Blauen Zone stehen: Das hat der Stadtrat beschlossen. Die Stadt hat die Planung bereits in Angriff genommen, in zwei Jahren soll sie abgeschlossen sein. «Zwei bis drei dutzend könnten den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden», sagt Hugo Staub, Leiter Verkehrsplanung Bern. Die Genau Anzahl stehe jedoch noch nicht fest, auch die Konditionen müssen erst noch ausgearbeitet werden. Die Motion von Daniel Klauser (GFL) wurde am Donnerstag aussergewöhnlich deutlich mit 45 zu 14 Stimmen angenommen.

Die Plätze werden dem Unternehmen nicht kostenlos zur Verfügung gestellt – der Verkauf soll zusätzlich die Stadtkasse füllen. Mobility hat sich bereits vor der Ratsdebatte um diese Parkmöglichkeiten bemüht. Die Genossenschaft zählt in Bern 7 000 Kunden und 140 Fahrzeuge. Weil Parkraum im urbanen Zentrum ­extrem beliebt ist, rechnet ­Mobility damit, auch in Zukunft Schwierigkeiten bei der Standortsuche zu haben. ­Mobilitätsexperte Andreas Blumenstein sieht Handlungsbedarf: «Etwa im Bereich Breitenrainplatz und Elfenauquartier fehlt es an zentralen Carsharing-Parkplätzen.»

Nicht alle freuen sich

SVP-Stadtrat Roland Jakob hält nichts vom Verkauf von öffentlichen Parkplätzen: «Es kann nicht sein, dass die wenigen Plätze der Blauen Zone nun auch noch verhökert werden.» Anwohner hätten heute schon Mühe, einen Parkplatz zu finden.

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