Stellenabbau: Blauer Brief für Rieter-Mitarbeiter
Aktualisiert

StellenabbauBlauer Brief für Rieter-Mitarbeiter

Der Maschinenbauer Rieter baut in seinem Werk in Winterthur Töss 50 bis 60 Stellen ab. Ferner wird für die Mehrheit der rund 900 Beschäftigte Kurzarbeit - im Durchschnitt rund 40 Prozent weniger - eingeführt.

25 Angestellte erhalten noch im November den blauen Brief. Der Abbau stehe im Zusammenhang mit den bereits im August angekündigten Sparmassnahmen, wie Rieter-Mediensprecher Peter Grädel am Mittwoch auf Anfrage bestätigte. Der Rest des Abbaus soll über natürliche Fluktuationen und Frühpensionierungen erfolgen.

In den letzten Monaten hat Rieter in Winterthur bereits rund 30 Kündigungen ausgesprochen. Nach dem jetzt angekündigten Stellenabbau arbeiten noch rund 900 Angestellte im Textilmaschinenwerk.

Lohneinbussen wegen Kurzarbeit

Auch mit massiver Kurzarbeit werden bei Rieter Kosten eingespart. Die Mehrheit der Angestellten arbeitet laut Grädel künftig im Durchschnitt rund 40 Prozent weniger und muss Lohneinbussen in Kauf nehmen.

Personal und Gewerkschaften wurden am Dienstag über die Massnahmen informiert. Grund sind die massiven Bestellungsrückgänge von 61 Prozent im ersten Halbjahr. Die Gewerkschaft Unia zeigte Verständnis für die Massnahmen. Rieter solle aber auf die Entlassung langjähriger Angestellter verzichten, fordert Unia.

Von Abbaumassnahmen ist auch die Automobilsparte betroffen. Im Werk Sevelen (SG) wurden die Angestellten über die Einführung von Kurzarbeit vorinformiert, wie Grädel sagte. Das genaue Ausmass der Kurzarbeit am Rheintaler Standort stehe aber noch nicht fest.

(sda)

Deine Meinung