28.07.2020 23:15

Pläne des BundesratsBleiben Grossanlässe bis im März 2021 verboten?

Der Bundesrat erwägt, Sportevents und Konzerte mit über 1000 Besuchern bis zum nächsten Frühjahr zu untersagen.

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Pappfiguren für den Schein im Zürcher Letzigrundstadion anlässlich eines Geisterspieles in der Challenge League.

Pappfiguren für den Schein im Zürcher Letzigrundstadion anlässlich eines Geisterspieles in der Challenge League.

Keystone/Alexandra Wey
Sollte sich der Bundesrat für ein strenges Verbot bis im nächsten Frühjahr entscheiden, müssten wohl einige Sportclubs um ihre Existenz fürchten.

Sollte sich der Bundesrat für ein strenges Verbot bis im nächsten Frühjahr entscheiden, müssten wohl einige Sportclubs um ihre Existenz fürchten.

Keystone/Peter Klaunzer
Auch für Konzerte in vollen Stadien sieht es düster aus: Cher im letzten Herbst im Zürcher Hallenstadion. (Archivbild)

Auch für Konzerte in vollen Stadien sieht es düster aus: Cher im letzten Herbst im Zürcher Hallenstadion. (Archivbild)

Keystone/Ennio Leanza

Darum gehts

  • Grossanlässe mit über 1000 Personen sind wegen der Corona-Pandemie bis Ende August verboten.
  • Wie es danach weitergeht, wird der Bundesrat frühestens an seiner Sitzung vom 12. August diskutieren.
  • Es wird mit einem weiteren Verbot bis nächstes Jahr oder mindestens mit einer Bewilligungspflicht für Grossanlässe gerechnet.

Noch bis Ende August sind Anlässe mit über 1000 Personen aufgrund der Corona-Pandemie in der ganzen Schweiz verboten. Danach, so hoffte man bisher bei den Sportverbänden und im Musikbusiness, würden Stadionkonzerte und Matchs mit grossem Publikum wieder möglich sein.

Die Hoffnungen könnten sich nun aber zerschlagen. Der Bundesrat erwägt nämlich, das Verbot für Grossanlässe bis März nächsten Jahres zu verlängern. Dies machte Patrick de Preux, Präsident des Hockeyclubs Lausanne, am Dienstag an einer Medienkonferenz publik, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Wie Recherchen zeigen, werden konkret drei Varianten geprüft. Die strengste sieht eine strikte 1000-Personen-Limite bis zum 31. März 2021 vor. Gemäss der zweitstrengsten wäre für Anlässe mit mehr als 1000 Teilnehmenden eine spezielle Bewilligung nötig, dies ebenfalls bis zum 31. März. Als dritte Variante schliesslich steht die vollständige Aufhebung des Verbots per Ende August zur Diskussion. Dass sich der Bundesrat hierfür entscheidet, ist gemäss Insidern aufgrund der gefährlich hohen Infektionszahlen aber unwahrscheinlich, schreibt die Zeitung weiter.

Sportclubs sind alarmiert

Die Sportclubs wiederum fürchten um ihre Existenz, sollte die Regierung das Verbot um über ein halbes Jahr verlängern. «Das wäre das Ende des professionellen Sports», sagt Christian Constantin, Präsident des FC Sion. Patrick de Preux vom HC Lausanne hält im «Tages-Anzeiger» fest, dass man finanziell unter diesen Bedingungen nicht bestehen könnte.

Wie der Bundesrat entscheiden wird, dürfte auch von der weiteren Corona-Entwicklung abhängen. Ein Beschluss ist frühestens für den 12. August zu erwarten, wenn sich die Regierung zur nächsten Sitzung trifft.

(chk)

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