Stan Wawrinka: «Bleibt viel Arbeit, um auf mein Level zu kommen»

Aktualisiert

Stan Wawrinka«Bleibt viel Arbeit, um auf mein Level zu kommen»

Stan Wawrinkas Start am Australian Open war lange ungewiss. Nach dem Viersatzsieg gegen den Litauer Ricardas Berankis war der Romand erleichtert.

von
Marco Keller
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Aufschrei: Stan Wawrinka ist die Rückkehr auf die Tour gelungen. (16. Januar 2018)

Aufschrei: Stan Wawrinka ist die Rückkehr auf die Tour gelungen. (16. Januar 2018)

AFP/William West
Ricardas Berankis ist aber eine harte Nuss: Im dritten und vierten Satz wächst der Litauer teilweise über sich hinaus.

Ricardas Berankis ist aber eine harte Nuss: Im dritten und vierten Satz wächst der Litauer teilweise über sich hinaus.

kein Anbieter/Mark Kolbe/Getty Images
Schliesslich kann sich der Romand in vier Sätzen durchsetzen.

Schliesslich kann sich der Romand in vier Sätzen durchsetzen.

AFP/William West

Sechseinhalb Monate war es her, seit Stan Wawrinka letztmals wettkampfmässig auf einem Platz gestanden hatte, noch drei Wochen länger, seit er im Halbfinal des French Open gegen Andy Murray zuletzt einen Tennismatch als Sieger beendet hatte. Kein Wunder zog er nach dem Viersatzsieg gegen den Litauer Ricardas Berankis ein positives Fazit: «Es ist grossartig, zurück zu sein.»

Die Maschine des Romands war über weite Strecken noch nicht rund gelaufen. Nach zwei sicheren Satzgewinnen hatte er einen Durchhänger und lag im vierten Satz noch einmal mit Breakrückstand hinten, ehe er das Tiebreak gewann und so einen Entscheidungssatz vermied. «Es war in allen Bereichen des Spiels schwierig und ich bin froh, dass ich durchgekommen bin. Zufrieden bin ich vor allem, wie ich gekämpft habe.»

Jetzt gegen den Amerikaner Sandgren

Wawrinka sass entspannt im Medienraum, noch vor einer Woche hätte er für ein solches Szenario blind unterschrieben. Sein Saisondebüt hatte sich verzögert, zuerst musste er auf die Exhibition in Abu Dhabi verzichten, zuletzt auch auf ein Tiebreak-Turnier in Melbourne, sein Start war bis am Samstag ungewiss. Hundertprozentige Entwarnung konnte er auch nach dem Sieg nicht geben: «Das Knie schmerzt schon noch, das hängt vor allem davon ab, wie ich mich bewege. Generell ist es aber die beste Neuigkeit, dass ich ein Spiel mit dem ganzen Stress bestreiten kann, und das Knie hält.»

Im Vorjahr erreichte Wawrinka den Halbfinal, und wenn er nicht in ähnliche Gefilde vorstösst, droht er aus den Top Ten zu fallen. Dies ist vorerst aber seine geringste Sorge, das Hauptaugenmerk gilt dem Regenerationsprozess unter Wettkampfbedingungen. Nächster Gegner ist der Amerikaner Tennys Sandgren, in der Startrunde Bezwinger des Franzosen Jérémy Chardy. Der 26-jährige Hüne belegt derzeit Platz 97 auf der Weltrangliste. «Ich weiss, mir bleibt noch viel Arbeit, um wieder auf mein Niveau zu kommen», sagte Wawrinka, «aber ich kann viel Positives mitnehmen.»

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