Eishockey: Blindenbacher startet bei Färjestad durch

Aktualisiert

EishockeyBlindenbacher startet bei Färjestad durch

Er bekommt bei Färjestad
die meiste Eiszeit aller Spieler. Und das, obwohl Severin Blindenbacher ein Neuling ist. Der Zürcher startet durch.

von
Marcel Allemann

«Können Sie mich in anderthalb Stunden anrufen, jetzt beginnt meine Schwedisch-Lek­tion», sagt Severin Blindenbacher, als ihn 20 Minuten erreicht. Man spürt schon in diesen wenigen Sekunden – der Nati-Verteidiger ist in seiner neuen Heimat angekommen. Sprachlich wie sportlich.

Er setzt eine Schweizer Tradition beim derzeit auf Rang 2 klassierten schwedischen Meister Färjestad fort. Marcel Jenni (1999–2005) und Martin Gerber (01/02 sowie 04/05) haben die Klubverantwortlichen bereits begeistert, nun setzt man auf die neuste Errungenschaft. Blindenbacher trägt eine Schlüsselrolle, kein anderer Spieler bekam zuletzt so viel Eiszeit wie der frühere ZSC- und Kloten-Spieler.

«Man erwartet von mir, dass ich Kreativität ins Spiel bringe. Es war ein guter Entscheid, hierherzukommen, und es bringt mich auf jeden Fall weiter. Denn um mich in ein gemachtes Nest zu setzen, fühle ich mich noch zu jung», sagt Blindenbacher, als die Schwedisch-Lek­tion vorbei ist.

Diese positiven Eindrücke beziehen sich nicht nur auf sein Leben als Eishockeyaner. Er hat sich auch privat gut eingelebt, bewohnt in Karlstad ein Häuschen und lernt ein bis zwei Mal pro Woche mit einer Privatlehrerin Schwedisch. «Es ist nicht so hektisch wie in Zürich, wo immer etwas abgeht. Hier habe ich viel Zeit für mich – und das tut mir gut. Ich geniesse die Natur, bin oft zuhause und koche mir etwas Feines.»

Angetan haben es ihm Fischgerichte. Blindenbacher ist also auch kulinarisch schon ein richtiger Schwede.

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