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Blink-182: Plüschtiere gegen Stinkefinger

Die kalifornische Bengel-Band Blink-182 zeigte im Zürcher Hallenstadion, was im Funpunk zählt: der Spass an der Sache.

Auch wenn Blink-182 für ihre Massstäbe komplexer geworden sind, die Filetstücke des Rock'n'Roll wurden am Samstagabend nicht serviert. Darum nennt man das, was Tom DeLonge, Mark Hoppus und Travis Barker machen, ja auch Funpunk. Und da kommt der Fun selbstredend an erster Stelle.

Den wiederum brachten die drei Jungs, die unaufhaltsam gegen die

30 zu gehen, erfrischend und glaubwürdig rüber. Nach anfänglichen technischen Problemen steigerten sie sich auch spielerisch, bis der mit 80 Minuten leider etwas gar kurze Auftritt mit der Teenager-Hymne «All the Small Things» seinen Höhepunkt erlebte.

Spätestens da wurde klar: Mit seiner hellen Pennäler-Stimme könnte DeLonge in zwanzig Jahren noch den rotzigen Teenager mimen und dem Publikum den Stinkefinger zeigen. Diese Aktion brachte ihm neben einem lauten Rülpser am meisten Applaus ein. Und weil das so viel Spass machte, flogen als Supplement gar die Plüschtiere aus der Pogo tanzenden Meute auf die Bühne.

Thomas Kramer

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