Aktualisiert 04.08.2004 22:46

Blitz ins Herz: Bergführer überlebte mit viel Glück

Ein Bergführer im Glück: Remo Leiggener wurde am Dienstag beim Abstieg vom Mönch von einem Blitz getroffen – mitten durchs Herz. Wie durch ein Wunder überlebte er.

«Die Luft war elektrisch geladen, um uns herum zischte und knallte es», erzählt der erfahrene Bergführer Remo Leiggener (57). Er und seine zwei Gäste wurden von einem heftigen Gewitter überrascht und wollten möglichst schnell vom Berg herunter. Da passierte das Unglück: Leiggener, der zuoberst stand, wurde von einem Blitz getroffen und fiel in Ohnmacht.

«Der Mann hatte unglaubliches Glück», sagt Paul Günter, Chefarzt am Spital Interlaken. Der Blitz sei in der Hand eingeschlagen, durch die Blutgefässe ins Herz gefahren und am Fuss wieder ausgetreten. Er habe Verbrennungen 1. und 2. Grades am ganzen Körper. Absolut richtig hätten auch die Gäste gehandelt, die das Blitzopfer sofort beatmet hätten.

«Dass mich der Blitz traf und ich überlebte, ist wie ein Sechser im Lotto», ist Leiggener dankbar. Mit solchen Gefahren müsse in den Bergen gerechnet werden. Seit 31 Jahren ist er Bergführer, und die Alpen waren und bleiben ein wichtiger Teil seines Lebens. Verletzt wurde er zum ersten Mal in seinem Leben. «Jetzt habe ich eine Zwangspause», so Leiggener. «Ich kann es kaum erwarten, wieder in die Berge zu kommen.»

Denise Schneitter

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