Aktualisiert 19.01.2018 04:50

StatistikBlitzer knackt in unter 50 Tagen die Millionengrenze

Eine Million Franken in knapp 50 Tagen: So viel brachte der rentabelste semistationäre Blitzer im Kanton St. Gallen 2017 ein.

von
tso
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Die Rangliste der ertragsreichsten stationären Blitzer beginnt in Altstätten: Dieser Blechpolizist steht an der Stossstrasse und war schon 2016 an der Spitze. 2017 erzielte er satte 350'270 Franken Bussgeld...

Die Rangliste der ertragsreichsten stationären Blitzer beginnt in Altstätten: Dieser Blechpolizist steht an der Stossstrasse und war schon 2016 an der Spitze. 2017 erzielte er satte 350'270 Franken Bussgeld...

Screenshot, Google Street View
...darauf folgt der stationäre Blitzer in Ebnat-Kappel an der Kapplerstrasse ausserorts mit 167'980 Franken...

...darauf folgt der stationäre Blitzer in Ebnat-Kappel an der Kapplerstrasse ausserorts mit 167'980 Franken...

Screenshot, Google Street View
...gefolgt von jenem an der Rütistrasse Jona, wo Autofahrer 131'220 Franken wegen Temposünden liegen liessen...

...gefolgt von jenem an der Rütistrasse Jona, wo Autofahrer 131'220 Franken wegen Temposünden liegen liessen...

Screenshot, Google Street View

Die Kantonspolizei St. Gallen hat eine Statistik zu Blitzern erstellt. Zusammen erzielten die Kästen 2017 rund 14 Millionen Franken, aber nur einer knackte die Millionengrenze.

49 Tage, 17 Stunden und 35 Minuten stand der semi-stationäre Blitzer an der Wilerstrasse in Schwarzenbach SG. In dieser Zeit knipste er so viele Temposünder wie kein anderer Blechpolizist im Kanton, nämlich 11'822. Dabei generierte er genau 1'106'470 Franken Einnahmen. Der Standort in Schwarzenbach hat damit für 2017 den Jahresrekord in Sachen Bussgeldeinnahmen.

Einsatzdauer und Standort entscheidend

Weit abgeschlagen auf Platz zwei landet ein Kasten, der 74 Tage in Ricken an der Rapperswilerstrasse stand. Er blitzte 11'387 mal, was 858'670 Franken einbrachte. Noch etwas weniger blitzte es an der Zürcherstrasse in Jona. Die 9671 Fotos in 80 Tagen ergaben 804'060 Franken Bussgeld.

2017 waren neun semistationäre Blitzer an insgesamt 69 Standorten im Einsatz. Zusammen erzielten sie Bussgelder von etwas mehr als zwölf Millionen Franken, wie aus der Statistik der Kantonspolizei St. Gallen hervorgeht. Das sind rund drei Mio. Fr. weniger als im Vorjahr. Die Rangliste ist mit Vorsicht zu geniessen, denn die Bussgeldeinnahmen hängen unter anderem von der Einsatzdauer und vom Verkehrsaufkommen am Standort ab. «Zudem fällt jede Anlage jährlich für etwa eine Woche aus, weil sie geeicht werden muss», sagt Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen.

Blitzer in Altstätten wieder an erster Stelle

Bei den stationären Anlagen ist der Spitzenreiter wie 2016 jener an der Stossstrasse in Altstätten. Er brachte jedoch rund 100'000 Franken weniger ein als im Vorjahr, nämlich 350'270 Fr., wofür er 3683 Fahrer blitzte. Darüber ist Rezzoli erfreut: «Es zeigt, dass sich mehr Fahrer an die Geschwindigkeitsvorgaben halten», so der Polizeisprecher. Der zweitplatzierte Kasten blitzt auch bei Rotlichtmissachtung. Er steht in Rapperswil und brachte es auf 202'600 Franken, dritter ist der Blechpolizist in Jona an der Rütistrasse mit 131'100 Franken.

Auch diese Rangliste muss relativiert werden: Von den insgesamt zwölf stationären Blitzern waren 2017 nicht immer alle in Betrieb. Alle Standorte zusammen ergaben mit rund 1,2 Millionen Franken nur wenig mehr als der semi-stationäre Rekordhalter in Schwarzenbach allein. Zählt man die Einnahmen der stationären und semi-stationären Blitzern zusammen kommt man auf fast 14 Millionen Franken – 2016 waren es mit 15 Millionen etwas mehr.

Weniger Temposünder unterwegs

Interessantes Detail: Die Zahl der geblitzten Temposünder (181'676) ist gegenüber 2016 (knapp 201'000 Schnellfahrer) sehr wahrscheinlich rückläufig. Es ist nämlich nicht bekannt, wie viele Lenker gleich mehrmals geblitzt wurden.

Autofahrer im Thurgau müssen sich mit weniger Details begnügen: «Die Radaranlage auf der A1 bei Münchwilen registriert im Kanton die meisten Geschwindigkeitsübertretungen», teilt Kapo-Sprecher Mario Christen mit. Zu den Bussgeldern macht er keine Angaben.

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