06.12.2018 16:58

Rothenfluh BLBlitzer-Vandale tappte bei Attacke in Videofalle

Der Blitzer-Vandale aus Rothenfluh tappte in die Videofalle und wurde überführt. In der Schweiz sind Radar-Hasser keine Seltenheit.

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mis
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Am 11. November wurde in Rothenfluh BL ein Blitzkasten mittels Pyrotechnik massiv beschädigt.

Am 11. November wurde in Rothenfluh BL ein Blitzkasten mittels Pyrotechnik massiv beschädigt.

Polizei Basel-Landschaft
Solche Vandalismus-Attacken sind in der Schweiz keine Seltenheit. Anfangs Dezember steckten Unbekannte in St. Gallen einen Blitzer in Brand.

Solche Vandalismus-Attacken sind in der Schweiz keine Seltenheit. Anfangs Dezember steckten Unbekannte in St. Gallen einen Blitzer in Brand.

Kapo SG
Andere besprayten in St. Gallen einen Blitzer.

Andere besprayten in St. Gallen einen Blitzer.

Leser-Reporter/Leser-Reporter

Fast einen Monat gelang es dem Blitzer-Vandalen in Rothenfluh BL, unentdeckt zu bleiben – bis jetzt, denn die Baselbieter Polizei konnte den Unbekannten letztlich mit einem einfachen Trick überführen.

Dass die Radaranlagen nicht nur Temposünder fotografieren, war dem Vandalen während seiner Aktion wohl nicht klar, denn er tappte prompt in die Videofalle, wie Adrian Gaugler, Mediensprecher bei der Polizei Basel-Landschaft, bestätigte: «Die Radaranlagen sind videoüberwacht und lieferten uns Bildmaterial vom mutmasslichen Täter.» Beim ermittelten Vandalen handle es sich um einen 22-jährigen Schweizer, der am 11. November eine semistationäre Blitzanlage mittels Pyros massiv beschädigte.

Mittlerweile wurde der Mann an die Staatsanwaltschaft verzeigt. Am Blitzer entstand ein Schaden in der Höhe von mehreren tausend Franken.

Schadenfreude unter Facebook-Usern

Auf der Facebook-Seite der Polizei Basel-Landschaft sorgt die Attacke auf den Blitzkasten für reichlich Gesprächsstoff und die Kommentare überschlugen sich schon nach kürzester Zeit. «Hoffentlich gibts eine saftige Geldstrafe», findet ein User.

Andere nehmen den Vorfall weniger ernst und können ihre Schadenfreude nur schwer verbergen: «Macht nichts, einen weniger», scherzt eine Userin. Eine Anwohnerin der Gemeinde überlegt sogar schon, das Dorf umzutaufen: «Neu heisst unser Dorf Radar-Fluh. Es scheint, die Dorfbewohner sind sehr kreativ.»

Attacken sind keine Seltenheit

Attacken auf Radaranlagen sind in der Schweiz schon längst keine Seltenheit mehr, jedoch gehen die Blitz-Hasser unterschiedlich raffiniert vor. So demolierten im März Jugendliche in Zürich den Kasten und brachten ihn mit aller Kraft zu Fall. In St. Gallen wendeten die Vandalen zwar deutlich weniger Kraft auf, dafür aber mehr Fingerspitzengefühl. So übergossen sie den Kasten mit Brandbeschleuniger und steckten ihn anschliessend in Brand.

Auch im Kanton Uri musste ein Blechpolizist daran glauben, als dieser im September mutwillig mit Knallkörpern beschossen wurde. Anders als im jüngsten Fall in Basel stellte sich der Vandale aber um einiges geschickter an und entkam der Videofalle.

Vandalen zerstören mobilen Blitzer in Zürich

Nun ermittelt die Polizei

Die Jugendlichen liessen sich dabei filmen, wie sie in Zürich den Blitzer umstossen.

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