Aktualisiert 06.09.2007 18:09

Blocher-Affäre: Holenwegers Festnahme fest eingeplant?

Bis Oskar Holenweger in Gewahrsam genommen wurde, lungerte er während längerer Zeit vor dem Stuttgarter Polizeigebäude herum und «verhielt sich auffällig». Wollte er gefasst werden, um die belastenden Skizzen zu präsentieren?

Ende März 2007 wurde Oskar Holenweger laut Angaben von Horst Haugg, Pressesprecher des Landeskriminalamt Baden-Württemberg in «kurzzeitigen Identitätsgewahrsam» genommen. «Er ist um das Dienstgebäude des Landeskriminalamts herumgelungert, hat sich auffällig verhalten und das Gebäude beobachtet», fasst Haugg gegenüber 20minuten.ch zusammen.

Aus Sicherheitsgründen habe man daraufhin bei Holenweger eine Polizeikontrolle durchgeführt. Bei der Kontrolle verwickelte er sich in widersprüchliche Aussagen, woraufhin er in Gewahrsam genommen wurde. Hat er die Dokumente der Polizei freiwillig abgeliefert oder gar präsentiert? Darüber wollte Horst Haugg keine Angaben machen.

H. gab die Dokumente freiwillig heraus

Auch Claudia Krauth, Pressestaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Stuttgart, wollte weder bestätigen noch dementieren, dass Holenweger absichtlich belastende Dokumente auf sich getragen und sich dann der Polizei gestellt hat. Sie hielt jedoch explizit fest, «dass von Herrn H. keine Dokumente gegen seinen Willen beschlagnahmt wurden.» Oder in weniger sperrigen Worten: Holenweger händigte den «Geheimplan», den er zufällig bei seiner Verhaftung auf sich trug, freiwillig aus.

Tina Fassbind/20minuten.ch

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