Aktualisiert 06.09.2007 10:33

Blocher: «Alles Hirngespinste»

Bundesrat Christoph Blocher hat die Komplottvorwürfe in Zusammenhang mit dem Rücktritt von Bundesanwalt Valentin Roschacher in aller Form zurückgewiesen. Sie seien «ehrverletzend».

Das Ganze beruhe auf Medienberichten über Gerüchte aus der Geschäfsprüfungskommission (GPK) des Nationalrats, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) vor den eigens einberufenen Bundeshausmedien.

«Offensichtliche Indiskretionen»

Sein Dementi erfolge «guten Gewissens». Ihm sei keinerlei Komplottplan gegen den ehemaligen Bundesanwalt bekannt, noch sei er je in einen solchen involviert gewesen. Das seien alles «Hirngespinste». Offensichtlich bestehe ein enger Zusammenhang mit der in Kürze zu erwartenden Veröffentlichung des GPK-Berichts.

Bereits im Rahmen der laufenden Untersuchung habe er, Blocher, darauf hingewiesen, dass die Abklärungen «nicht objektiv, sondern tendenziös erfolgten». «Offensichtliche Indiskretionen» in den Medien hätten diesen Eindruck verstärkt.

«Potenzial für Staatsaffäre»

CVP-Präsident Christophe Darbellay sagte, der Vorfall könne in eine grosse Staatsaffäre münden. Und für SP-Vizepräsidentin Ursula Wyss deutet vieles darauf hin, dass in dem GPK-Bericht «gravierende Sachen» stehen. (sda)

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