Blocher als Spielverderber

Aktualisiert

Blocher als Spielverderber

Justizminister Christoph Blocher stört sich an der Wettfreude einiger Mitarbeiter in seinem Departement. Er ist gegen das Abschliessen von Wetten im EJPD.

Er hat dies den Chefs seiner Bundesämter auch mitgeteilt, wie der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation CVP-Nationalrat Pierre Kohler (JU) schreibt. Kohler störte sich daran, dass im Bundesamt für Flüchtlinge anlässlich der Fussball-Europameisterschaft in Portugal eine Wette auf den künftigen Europameister lanciert wurde. Er wollte vom Bundesrat wissen, ob diese Wette ausdrücklich erlaubt worden sei. In seiner Antwort schreibt der Bundesrat nun, das Anbieten und Eingehen von Wetten sei nur strafbar, wenn es gewerbsmässig geschehe. Die besagte Wette im BFF falle nicht darunter, da mit Fug und Recht anzunehmen sei, dass es allen 60 Teilnehmern um die Freude und um die Diskussion über die Euro 2004 gegangen sei. Allerdings dürfe die Arbeit nicht darunter leiden. Bundesrat Blocher hingegen sei der Meinung, dass solche Lotteriespiele im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartment (EJPD) nicht durchgeführt werden sollten. Er danke dem Interpellanten für den Hinweis. (dapd)

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