Blocher-Bericht entlastet Roschacher
Aktualisiert

Blocher-Bericht entlastet Roschacher

Es gibt keine Gründe für ein aufsichtsrechtliches oder disziplinarisches Einschreiten bei der Bundesanwaltschaft. Dies hat die von Bundesrat Christoph Blocher angeordnete Administrativuntersuchung ergeben.

Der am Freitag veröffentlichte Bericht kommt allerdings - wie schon andere Berichte - zum Schluss, dass es in der Bundesanwaltschaft Mängel bei der Organisation gibt.

Auch ortet er Handlungsbedarf bei den Verantwortlichkeiten zwischen der Bundesanwaltschaft und der Bundeskriminalpolizei, wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schreibt.

Blocher hatte die Untersuchung im Juni nach Medienberichten über den «Fall Ramos» angeordnet. Dabei ging es um den Einsatz eines verurteilten kolumbianischen Drogenbosses als Informant der Bundesanwaltschaft.

Bundesanwalt Valentin Roschacher kündigte im Juli seinen Rücktritt an. Als Grund nannte er die Summe der Auseinandersetzungen um seine Person und die Arbeit der Bundesanwaltschaft. (sda)

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