Blocher erwartet deutlich weniger Asylgesuche
Aktualisiert

Blocher erwartet deutlich weniger Asylgesuche

Bundesrat Christoph Blocher erwartet für das laufende Jahr rund 10.000 Asylgesuche, rund 4.000 weniger als 2004.

Die aktuelle Organisationsstruktur des Bundesamtes für Migration (BFM) sei aber auf die Bearbeitung von bis zu 25.000 Asylgesuchen pro Jahr angelegt. Deshalb sei eine Anpassung der Strukturen bei den Kantonen und beim Bund unausweichlich, sagte der Justizminister am Montag in der Fragestunde des Nationalrates. Im BFM seien zunächst vor allem die Kader von der Umstrukturierung betroffen. Einige müssten zurückgestuft werden. Zudem sei festgestellt worden, dass die Verfahren in den Kantonen wesentlich länger brauchten als die Verfahren bei den bundeseigenen Empfangsstellen. Heute würden 40 Prozent der Verfahren bei den Empfangsstellen abgewickelt. Es sei vorgesehen, in einem nächsten Schritt über etwa zwei Drittel der neuen Asylgesuche in den Empfangsstellen zu entscheiden, was eine entsprechende Verlagerung von Arbeitsplätzen in diese Zentren zur Folge haben werde, sagte Blocher. (dapd)

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