Blocher-Feier: In Herrliberg assen die Gäste für zwei
Aktualisiert

Blocher-Feier: In Herrliberg assen die Gäste für zwei

Die Bundesratsfeier für Christoph Blocher kostet die Gemeinde Herrliberg satte 123 000 Franken. Die Gäste langten beim Essen und Trinken kräftig zu.

«Würde der Durchschnitt der getrunkenen und gegessenen Portionen errechnet, könnte beruhigt festgestellt werden, dass niemand unterernährt den Heimweg antrat», kommentiert die Gemeinde leicht süffisant die Abrechnung der Bundesratsfeier vom 19. Dezember 2003. Die 2500 Gäste verspeisten 3220 Würste, 1994 Pizza-Stücke, 500 Sandwiches, 1500 Chäschüechli und Schinkengipfeli sowie 1500 Portionen Gerstensuppe. Dazu tranken sie 645 Liter Wein und Bier sowie 400 Liter Punsch und Süssmost. 90 000 Franken waren total budgetiert, 123 000 hat die Feier schliesslich gekostet – davon 56 000 Franken allein für die Verpflegung.

«Die Budgetüberschreitung ist absolut kein Drama», sagt Gemeindeschreiber Pius Rüdisüli: Christoph Blocher hat in Herrliberg bekanntlich Millionen an Steuergeldern bezahlt. Laut Rüdisüli hat er die Leute auch explizit zum Essen aufgefordert, da ja die Gemeinde zahle. «Die Menge hat uns dann aber doch etwas überrascht», räumt Rüdisüli ein. Jeder Festbesucher habe etwa für zwei gegessen.

Das Ereignis ist sowieso einmalig: Laut Statistik dürfte es 2000 Jahre dauern, bis die nächste Bundesratsfeier in Herrliberg stattfindet.

Ale×s Král

Deine Meinung