Blocher will den Schweizern Aktien schenken
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Blocher will den Schweizern Aktien schenken

Jeder Schweizer Bürger soll ein Geschenk von 1295 Franken erhalten: Bundesrat Christoph Blocher unterstützt die Idee, die Swisscom-Aktien dem Volk zu verschenken.

«Das ist nur rechtens – schliesslich haben die Konsumenten wegen des Monopols viele Jahre zu teuer telefoniert», sagte Bundesrat Christoph Blocher am Rande der Albisgüetli-Tagung. Der Vorschlag, die Hälfte der Aktien des Bundes an die Bevölkerung zu verteilen, wurde von Bundesrat Pascal Couchepin eingebracht und wird nun nach Hans-Rudolf Merz auch von Blocher unterstützt.

Umgerechnet würde laut der «SonntagsZeitung» also jeder Schweizer Bürger 3,3 Swisscom-Aktien erhalten, die aktuell 1295 Franken wert sind. Neben dieser Variante wird der Bundesrat voraussichtlich auch zwei weitere Möglichkeiten in die Vernehmlassung schicken: den Bundesanteil von 63 auf 33% zu reduzieren oder alle Aktien an Bedingungen geknüpft zu verkaufen.

Swisscom-Verwaltungsratspräsident Markus Rauh nahm diese Idee zurückhaltend auf. Weiter sprach er sich für die Fusion der privatisierten Swisscom mit einem ähnlich grossen Anbieter aus dem Ausland aus.

Nach dem Rücktritt von Swisscom-Chef Jens Alder reagierte die Presse teils mit unverhohlener Skepsis auf die Wahl vom Carsten Schloter als Nachfolger. «Als Deutscher kann sich Schloter kaum am politischen Diskurs beteiligen, der für die Zukunft der Swisscom entscheidend ist», hiess es etwa im «Tages-Anzeiger».

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