Aktualisiert

«Blochersche Masslosigkeit übertrifft alles»

«Blochers Masslosigkeit» übertreffe «alles Bisherige», seine «Abbauwut» zeige eine «menschenverachtende Personalpolitik».

Derart geharnischt haben die Personalverbände am Freitag auf die Reorganisationspläne im EJPD reagiert. Schon vom erstem Tag an habe Christoph Blocher als Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeiderpartements (EJPD) den «Beamtenleerlauf» heraufbeschworen, schreibt die Gewerkschaft transfair. Mit seinen «unnötigen und überzogenen Massnahmen» missachte er nun «bewusst und kaltblütig» den mit den Sozialpartnern vereinbarten sozialverträglichen Ab- und Umbau.

Angesichts der «beispielslosen Sparwut» Blochers fordert transfair, die christliche Gewerkschaft Service public und Dienstleistungen, das Parlament auf, «dem Treiben im EJPD Einhalt zu gebieten».

PVB: Sozialpartnerschaft nicht geachtet

Der Personalverband des Bundes (PVB) beklagt, er sei erst am Freitagmorgen über den «Kahlschlag» informiert worden. Verhandlungen im Sinne der beim Bund praktizierten Sozialpartnerschaft hätten nicht stattgefunden. Das EJPD zeige eine «menschenverachtende Personalpolitik».

Der Abbau um gut einen Fünftel übersteige die vom Parlament geforderten Sparmassnahmen um ein Vielfaches und desavouiere die anderen Bundesräte. Die anderen Departemente nämlich setzten bis 2008 eine lineare Sparvorgabe von 5 Prozent durch, wobei die Personalausgaben um mindestens 3 Prozent gesenkt würden. Zudem zeige sich einmal mehr Blochers «Geringschätzung des Personals».

VPOD will sich wehren

Der VPOD prangert Blochers «Abbauwut auf dem Buckel des Personals» an. Die Gewerkschaft werde sich gegen jede Entlassung wehren. Dabei stütze sie sich auf die von 16 000 Bundesangestellten unterzeichnete Petition gegen Entlassungen aus Spargründen. Im weiteren müsse Blocher den Abbau zusammen mit den Gewerkschaften angehen.

Notiz: Folgt Zusammenfassung

(sda)

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