Vergewaltigungsvorwurf: Morena Diaz zeigt ehemaligen Freund an
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VergewaltigungsvorwurfMorena Diaz zeigt ehemaligen Freund an

Morena Diaz ging vor einigen Wochen zur Polizei, um ihren mutmasslichen Vergewaltiger anzuzeigen. Sie habe alles erzählt, was sie noch gewusst habe.

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fss
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Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund angezeigt. Dies schreibt die Bloggerin auf Instagram.

Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund angezeigt. Dies schreibt die Bloggerin auf Instagram.

Instagram / m0reniita
Morena Diaz hat auf Instagram ein schockierendes Geständnis gemacht. «Ich wurde vergewaltigt und es tut immer noch weh», schreibt sie. (2. Januar 2019)

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Die Aargauer Primarschullehrerin ist bekannt für ihr Engagement im Bereich Body-Positivity.

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Body-Positivity-Star und Lehrerin Morena Diaz machte Anfang Jahr publik, dass sie vergewaltigt worden sei. Nun hat sie einen ehemaligen Freund angezeigt. Dies hat die 27-Jährige auf Instagram bekanntgegeben.

Unter einem Foto schreibt die Lehrerin: «Ich habe ihn angezeigt. Sechs Stunden war ich bei der Polizei.» Die Bloggerin weiter: «Ich habe wortwörtlich die Hosen ausgezogen und dieser Polizistin einen Einblick ins Intimste von mir gewährt. Es war verdammt hart.» Sie habe alles erzählt, was sie noch gewusst habe und ihr in Erinnerung geblieben sei.

«Manchmal habe ich Angst »

In einigen Wochen wird es zur nächsten Einvernahme kommen. Mit dabei wird wohl auch der damalige Freund sein. Sie sei jedoch bereit: «Es könnte sein, dass mir Ungläubigkeit entgegengebracht wird und dass ich retraumatisiert werde. Ich nehme alles in Kauf.»

Sie kämpfe nicht für sich weiter, sondern für andere Opfer. «Manchmal habe ich auch Angst, aber ich werde nicht aufhören. Nicht, solange ich diese Stimme habe, für mich, für unsere Schwestern, für unsere Töchter, Mütter und Freundinnen.»

Ein Opfer ist keine Rechenschaft schuldig

Auf Instagram erhielt Diaz immer wieder die Nachricht mitsamt dem Vorwurf, wieso sie den Mann nicht angezeigt habe. Eine Followerin gibt ihr gar die Schuld, falls er sich an weiteren Frauen vergeht. Dazu schreibt sie: «Ein Opfer ist nie irgendjemandem Rechenschaft schuldig. Ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn er morgens immer noch seinen Kaffee in Ruhe zu Hause geniessen kann.»

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Über 70 Personen haben sich bei 20 Minuten gemeldet, weil sie laut eigenen Aussagen vergewaltigt worden sind. 20 Minuten hat alle Beispiele Experten vorgelegt und auf Basis ihrer Einschätzung eine Auswahl getroffen.

Über 70 Personen haben sich bei 20 Minuten gemeldet, weil sie laut eigenen Aussagen vergewaltigt worden sind. 20 Minuten hat alle Beispiele Experten vorgelegt und auf Basis ihrer Einschätzung eine Auswahl getroffen.

Die fehlende Empathie kann Diaz nicht nachvollziehen: «Ich habe es satt, dass Menschen, die nicht in meinen Schuhen gelaufen sind und deshalb keine Ahnung haben, was ich und viele andere Opfer durchmachen, meinen, sie müssten unseren Weg be- und verurteilen.»

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