Finanzprobleme: Blue Balls Festival Luzern soll gerettet werden
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FinanzproblemeBlue Balls Festival Luzern soll gerettet werden

Der Verein Luzerner Blues Session hat von der Stadt Luzern ein Angebot erhalten: Gemeinsam soll eine Zukunftsperspektive entwickelt werden.

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Im Sommer dieses Jahres gab Festivalchef Urs Leierer bekannt, dass das Blue Balls Festival finanzielle Schwierigkeiten habe.

Im Sommer dieses Jahres gab Festivalchef Urs Leierer bekannt, dass das Blue Balls Festival finanzielle Schwierigkeiten habe.

Keystone/Alexandra Wey
Nun hat sich der Verein Luzerner Blues Session am Freitag mit einer erfreulichen Nachricht gemeldet: Das Blue Balls 2020 wird durchgeführt.

Nun hat sich der Verein Luzerner Blues Session am Freitag mit einer erfreulichen Nachricht gemeldet: Das Blue Balls 2020 wird durchgeführt.

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Dies ist möglich durch die Unterstützung der Stadt Luzern, die dem Verein angeboten hat «rasch möglichst gemeinsam und mit anderen Partnern eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu entwickeln.» Der Verein hat das Angebot angenommen.

Dies ist möglich durch die Unterstützung der Stadt Luzern, die dem Verein angeboten hat «rasch möglichst gemeinsam und mit anderen Partnern eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu entwickeln.» Der Verein hat das Angebot angenommen.

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Das Luzerner Blue Balls Festival findet auch 2020 statt. Der Anlass soll in seiner Art erhalten bleiben, teilten die Organisatoren am Freitag mit. Der Luzerner Stadtrat habe sich bereit erklärt, über eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu sprechen.

Nach dem letzten Festival im vergangenen Juli hatten die Blue Balls Verantwortlichen mitgeteilt, sie wollten vom finanziellen Risiko des Anlasses mit 100'000 Besuchern befreit werden. Wenn es nicht gelinge, Stifter für das Blue Balls zu finden, werde es das Festival in seiner Art nicht mehr geben.

Stadt ist erfreut über Ausgabe 2020

Nun soll eine Blue Balls Foundation gegründet werden, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Das Festival könne somit vom 17. bis 25. Juli 2020 erneut stattfinden. Der Verein Luzerner Blues Session, der hinter dem Anlass steht, nehme das Angebot des Stadtrats an, gemeinsam und mit anderen Partnern eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu entwickeln.

Bei der Stadt zeigte man sich auf Anfrage der SDA erfreut darüber, dass es auch 2020 ein Festival geben werde. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man aber weder zum Inhalt noch zum Zeitpunkt der Gespräche etwas sagen. Die Stadt habe sich in der Vergangenheit zum Blue Balls bekannt. Sie hatte es mit einem Beitrag, mit Nutzungsrechten im KKL Luzern und der Zurverfügungstellung des öffentlichen Raums unterstützt.

Spender haben Verlust von 400'000 Franken gedeckt

Wie die künftige Zusammenarbeit aussehen werde, könne man momentan noch nicht sagen. Es solle das ganze Paket angeschaut werden. Die beiden Parteien werden zu gegebener Zeit wieder darüber berichten.

Das Festival kämpfte laut den Organisatoren immer wieder mit den Finanzen. Nur dank grosszügigen Spendern konnte das Defizit jeweils verhindert werden. In den vergangenen drei Jahren standen diese beispielsweise gerade für den Verlust von rund 400'000 Franken – dies bei einem jährlichen Budget von 4 bis 5 Millionen Franken.

(sda)

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