Nicht übertragbar: Blue Balls prüft Eintrittssystem
Aktualisiert

Nicht übertragbarBlue Balls prüft Eintrittssystem

Die Pin- und Stickerverkäufe sind am diesjährigen Blue Balls regelrecht eingebrochen. Nun will Festivalchef Urs Leierer für nächstes Jahr ein neues System prüfen.

von
Markus Fehlmann

«Wir haben rund 20 Prozent weniger Sticker und Pins verkauft als letztes Jahr», sagt Festivalchef Urs Leierer. Mit diesen Verkäufen finanziert das Blue Balls Festival jeweils die zahlreichen Konzerte vor dem KKL und dem Pavillon. Obwohl diese Konzerte ohne Ticket mitverfolgt werden können, erwartet Leierer laut eigener Aussage von den Besuchern, dass sie sich einen Sticker für 10 oder einen Festival-Pin für 50 Franken kaufen. «Künstlerische Leistung hat einen Wert, und die muss entschädigt werden», so Leierer. Weil dies aber ­immer weniger Leute tun, klafft nun im Budget ein grosses Loch.

Das Problem am aktuellen System: Die Sticker und Pins sind leicht übertragbar. Um die kostenpflichtigen Konzerte im Schweizerhof zu sehen, warten viele Leute einfach am Hotelausgang und «erschnorren» sich von anderen Besuchern deren Sticker oder Pin. Leierer ist sich der Problematik bewusst und will sich für nächstes Jahr etwas einfallen lassen. «Der Pin-Verkauf wird in den Vorbereitungen ein Schwerpunkt sein.» Denkbar sei etwa, dass analog anderen Festivals Armbändel als Ticket eingesetzt werden. Leierer: «Allerdings kostet deren Produktion mehr als diejenige der Sticker.»

Erneut 100 000 am Blue Balls

Mit dem Auftritt des ­Reggae-Stars Shaggy ist am späten ­Samstagabend das Blue Balls Festival ­Luzern zu Ende gegangen. Wie die Veranstalter mitteilten, haben etwa 100 000 Personen während den neun Festivaltagen die hundert Konzerte rund ums Seebecken besucht. Die musikalische Bilanz von ­Festival-Chef Urs Leierer fällt positiv aus – als absolutes Highlight wertet er das ­Konzert der kanadischen Sängerin und Songwriterin K.D. Lang.

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