Berger bei Lanz: «Blümchen, du bist doch kein Popstar»
Aktualisiert

Berger bei Lanz«Blümchen, du bist doch kein Popstar»

Früher war er ein gefeiertes Model und ein begnadeter Schauspieler. Vom einstigen Weltstar Helmut Berger übrig geblieben ist ein verbitterter Mann, der unter ernsthaften Problemen leidet.

von
kis

Seit jeher gilt Helmut Berger als einer der unberechenbarsten Gäste in der deutschen TV-Landschaft. Weil das einstige Sexsymbol aber gerne und ausführlich aus dem pikanten Nähkästchen seines Lebens plaudert, ist der bisexuelle Paradiesvogel noch immer regelmässig zur besten Sendezeit zu sehen. Auf spannende Anekdoten hatte auch Moderator Markus Lanz gehofft, bei dem Berger am 30. Oktober bereits zum zweiten Mal zu Gast war. Vermutlich spekulierte man beim ZDF auf ähnliche Skandälchen wie beim Erstbesuch. Waren Bergers damalige Aussagen doch geschwängert von Sex, Drogen und Indiskretionen über Weltstars, die der heute gebrochene Mann einst seine Freunde nennen durfte. Doch in Runde zwei sollte alles anders kommen.

«Du bist doch kein Popstar»

Provokation war schon immer die Lieblingsdisziplin des 68-Jährigen. Doch konnte er diese früher gekonnt mit Witz, Charme und Intellekt verpacken, schiesst Berger heute platt, deplatziert und peinlich. Besonders unter dem gefallenen Star zu leiden hatte in der Sendung Jasmin Wagner alias Blümchen. Als Gastgeber Markus Lanz sie als «Popstar mit 30 Millionen verkauften Tonträgern» anmoderierte, fiel ihm Berger ins Wort: «Du bist doch kein Popstar. Lady Gaga ist ein Popstar, die hat 150 Millionen Platten verkauft», schoss der gezeichnete Beau gegen die sichtlich irritierte Sängerin. Und doppelte nach: «Blümchen? Wer nennt sich denn bitte Blümchen?» Doch auch die anderen anwesenden Promis hatten unter dem Narzissten zu leiden.

«Du wurdest von Heineken unterstützt»

Ebenfalls mit von der Partie war Schlagersängerin Ute Freudenberg. Während die 56-Jährige von ihrer Flucht aus der DDR in den Westen erzählte, war es wiederum Berger, der für einen peinlichen Unterbruch sorgte: «Du wurdest doch von diesem Heineken unterstützt», lallte er dazwischen. Ob er tatsächlich meint, dass DDR-Oberhaupt Honecker in Wahrheit Heineken hiess oder einfach an den Alkohol dachte, dem er anscheinend mehr als verfallen ist, bleibt offen. Nachdem Berger sogar kurzzeitig eingenickt war, verärgerte er noch eben kurz Comedian Jörg Knor und den Stuttgarter Bürgermeister Fritz Kuhn.

«So habe ich mir die Sendung nicht vorgestellt»

Zum Schluss räumte der verarmte Störefried noch ein, dass er nur wegen der 1000 Euro Gage hier sei und sich durchaus vorstellen könne Dschungelkandidat bei RTL zu werden. Dafür hat der einstige Busenfreund und Sexpartner von Mick Jagger triftige Gründe: «Für 100 000 Euro ohne Steuern mache ich das. Ich versteuere auf Mauritius», so Berger. Trotz Schwierigkeiten und Verwirrung bewahrte Lanz Ruhe, entschuldigte sich bei Jasmin Wagner und schloss mit den Worten: «So habe ich mir die Sendung nicht vorgestellt.»

Deine Meinung