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NachgeholfenBluff am rumänischen TV wirbelt Staub auf

Um einen Sandsturm spektakulärer erscheinen zu lassen, greift ein rumänischer Reporter in einer Live-Schalte zu unlauteren Mitteln. Doch der Beschiss fliegt auf.

von
hag

Quelle: Youtube/<a href="http://www.youtube.com/watch?v=b09QJhqvr6w" target="_blank">TheMctano</a>

Adrian Boioglu wird sicher nicht den Preis für den besten Journalisten des Jahres gewinnen, eher schon jenen für die besten Spezialeffekte. Boioglu, ein TV-Reporter des rumänischen Nachrichtensenders Realitatea TV, wurde wegen einer missglückten Live-Reportage zum Gespött in seinem Land.

Am 12. Mai berichtete Boioglu live von einem aufkommenden Sturm aus der rumänischen Hafenstadt Constanta. Um die Situation etwas dramatischer darzustellen als sie eigentlich war, soll er einen Helfer gebeten haben, die Auswirkungen eines Sandsturms zu simulieren, berichtet das österreichische News-Portal Austrian Times.

Helfer im Hintergrund

«Schon jetzt weht der Wind sehr heftig! Bei einer Windgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h ist es zeitweise unmöglich, sich am Strand aufzuhalten. Sonnenschirme fliegen durch die Luft und Touristen wurden aufgefordert, die Promenade zu verlassen», sagte er in seiner Live-Reportage.

Doch das war ihm noch nicht spektakulär genug. «Jetzt zeigt Ihnen mein Kollege, Kameramann Dorin Boboc, wie stark der Wind weht», sagte Adrian Boioglu zu den Zuschauern. Der angesprochene Kameramann schwenkt Richtung Strand. Doch dreht er dabei seine Linse ein wenig zu weit nach rechts. Ein heimlicher Komplize taucht im Bild auf. Man sieht, wie dieser ständig mit seinem Fuss in den Sand tritt, damit dieser aufgewirbelt wird und in Richtung des TV-Reporters fliegt, berichtet die rumänische Website paginademedia.ro.

Realitatea TV hat seinen Reporter verteidigt und betont, dass der Beitrag ohne «Spezialeffekte» geplant war. Der Mann habe den Sand nur aufgewirbelt, um den TV-Reporter zu ärgern. Diese Version der Geschichte kann man glauben – oder auch nicht.

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