Eishockey-WM: Blum schiesst Schweiz zum ersten Sieg
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Eishockey-WMBlum schiesst Schweiz zum ersten Sieg

Nun hat es endlich geklappt. Die Schweiz gewinnt ihr drittes Gruppenspiel gegen Dänemark nach einem 0:2-Rückstand 3:2 nach Verlängerung.

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Dienstag, 17. Mai 2016Die WM ist für die Schweizer vorbei, sie müssen nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Die Nationalmannschaft verliert das entscheidende Spiel gegen Tschechien 4:5.

Dienstag, 17. Mai 2016Die WM ist für die Schweizer vorbei, sie müssen nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Die Nationalmannschaft verliert das entscheidende Spiel gegen Tschechien 4:5.

epa/Sergei Ilnitsky
Zwar geht die Schweiz im ersten Drittel durch Denis Hollenstein 1:0 in Führung, ...

Zwar geht die Schweiz im ersten Drittel durch Denis Hollenstein 1:0 in Führung, ...

AFP/Yuri Kadobnov
... in der Folge sind die Tschechen aber klar die bessere Mannschaft und drehen die Partie in souveräner Manier.

... in der Folge sind die Tschechen aber klar die bessere Mannschaft und drehen die Partie in souveräner Manier.

AFP/Yuri Kadobnov

Der Schweizer Nationalmannschaft gelingt an der WM in Russland ein Befreiungsschlag. Das Team von Headcoach Patrick Fischer bezwingt Dänemark nach einem 0:2 mit 3:2 nach Verlängerung.

Lange hatte es nach der dritten Niederlage im dritten Spiel für die Schweizer ausgesehen, lagen sie doch bis 50. Minute 0:2 in Rückstand. Dann schossen Yannick Weber und Nino Niederreiter (59.) die SIHF-Auswahl in die Verlängerung. Bereits bei den Niederlagen gegen Kasachstan (2:3 n.P.) und Norwegen (3:4 n.V.) hatten die Schweizer Moral gezeigt, gegen die Kasachen holten sie ein 1:2 und gegen die Norweger ein 1:3 auf. Diesmal zahlte sich die Aufholjagd aus. 52,6 Sekunden vor dem Ende der Overtime gelang Verteidiger Eric Blum der Siegtreffer.

Miserables Boxplay

Dass die Schweizer 0:2 ins Hintertreffen geraten waren, lag daran, dass zu Beginn erneut das Boxplay nicht funktionierte. Die Schweizer spielten im ersten Drittel zweimal in Unterzahl und kassierten zweimal einen Gegentreffer. Beim 0:1 in der 8. Minute lenkte Frederik Storm im Slot unhaltbar ab, in der 19. Minute liessen die Schweizer Nikolaj Ehlers (ex Biel) zu viel Platz, der den diesmal sehr soliden Reto Berra mit einem platzierten Schuss keine Chance liess. Es waren bereits die Gegentore Nummern 4 und 5 mit einem Mann weniger. Einzig gegen die Kasachen hatten sie in den Partien zuvor eine Unterzahlsituation schadlos überstanden.

So lagen die Schweizer nach 20 Minuten 0:2 in Rückstand, obwohl sie vieles richtig gemacht hatten und doppelt so viele Torschüsse (16:8) verzeichneten. Der Spielstand passte zur aktuellen Situation. Die SIHF-Auswahl bemühte sich und erspielte sich auch gute Chancen, doch es schaute (vorerst) kein Ertrag heraus. Am Ende wahrten die Schweizer dann doch noch die makellose Bilanz gegen Dänemark an Weltmeisterschaften. Es war der elfte Sieg im elften Spiel. Der nächste Gegner ist am Mittwoch Lettland.

Dänemark - Schweiz 2:3 (2:0, 0:0, 0:2, 0:1) n.V.

Moskau. - 3590 Zuschauer. - SR Jerabek/Olenin (CZE/RUS), Chartrand-Piche/Otmachow (CAN/RUS).

Tore: 8. Storm (Daniel Nielsen, Nicklas Jensen/Ausschluss Hollenstein) 1:0. 19. Ehlers (Eller, Jannik Hansen/Ausschluss Marc Wieser) 2:0. 50. Yannick Weber 2:1. 58. Niederreiter 2:2. 65. (64:08) Blum (Ambühl) 2:3.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Dänemark, 8mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Dänemark: Dahm; Nicholas Jensen, Jesper Jensen; Bödker, Lassen; Daniel Nielsen, Oliver Lauridsen; Markus Lauridsen, Emil Kristensen; Ehlers, Eller, Jannik Hansen; Nicklas Jensen, Madsen, Storm; Mads Christensen, Green, Björkstrand; Bau, Starkov, Poulsen.

Schweiz: Berra (40:07 - 40:29 Robert Mayer); Félicien Du Bois, Geering; Diaz, Blum; Yannick Weber, Schneeberger; Grossmann; Ambühl, Walser, Hollenstein; Niederreiter, Grégory Hofmann, Simon Moser; Andrighetto, Schäppi, Marc Wieser; Walker, Trachsler, Dino Wieser; Martschini.

Bemerkungen: Schweiz ohne Zurkirchen, Gaetan Haas und Christian Maier (alle überzählig).

Schüsse: Dänemark 28 (8-9-11-0); Schweiz 42 (16-9-14-3).

Powerplay-Ausbeute: Dänemark 2/7; Schweiz 0/5. (sda)

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