Cyberangriffe auf russisches TV: «Blut an ihren Händen» – Hacker stören Putins Siegesfeier
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Cyberangriffe auf russisches TV«Blut an ihren Händen» – Hacker stören Putins Siegesfeier

Cyberkriminellen ist es gelungen, sich in russische Fernsehstationen zu hacken. Sie nutzen die Gelegenheit um Anti-Kriegs-Botschaften zu verbreiten. Auch die Übertragung von Putins Militärparade wurde dadurch gestört.

von
Dominik Fischer
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Während der Feierlichkeiten zum «Tag des Sieges» hackten sich Cyberkriminelle bei mehreren russischen Fernsehstationen ein. 

Während der Feierlichkeiten zum «Tag des Sieges» hackten sich Cyberkriminelle bei mehreren russischen Fernsehstationen ein. 

REUTERS
Über die Programminformationen verbreiteten sie eine Anti-Kriegs-Botschaft: «Das Blut Tausender Ukrainer und Hunderter ihrer getöteten Kinder klebt an Ihren Händen».

Über die Programminformationen verbreiteten sie eine Anti-Kriegs-Botschaft: «Das Blut Tausender Ukrainer und Hunderter ihrer getöteten Kinder klebt an Ihren Händen».

Twitter/Igor Sushko
Weiter hiess es: «Fernsehen und Behörden lügen. NEIN zum Krieg!»

Weiter hiess es: «Fernsehen und Behörden lügen. NEIN zum Krieg!»

Twitter/Igor Sushko

Darum gehts

  • Während Putins Rede zum «Tag des Sieges» sind russische Fernsehstationen gehackt worden. 

  • Die Hacker verbreiteten dabei eine Anti-Kriegs-Botschaft auf den Bildschirmen. 

  •  «Das Blut Tausender Ukrainer und Hunderter ihrer getöteten Kinder klebt an Ihren Händen», hiess es auf den Bildschirmen. 

Russische Fernsehstationen sind am Montag durch Hacker angegriffen worden. Über die Programminformationen russischer TV-Sender verbreiteten sie dabei Anti-Kriegs-Botschaften, wie mehrere Medien berichten. 

Statt der üblichen Infotexte war auf den Bildschirmen die Botschaft zu lesen: «Das Blut Tausender Ukrainer und Hunderter ihrer getöteten Kinder klebt an Ihren Händen. Fernsehen und Behörden lügen. NEIN zum Krieg!» Auch die Übertragung von Putins Militärparade war von den Cyberangriffen betroffen.

Auch die russische Nachrichtenseite «gazeta.ru» bestätigte den Vorfall. So hätten Fernsehzuschauer «Anti-Kriegs-Botschaften anstelle des Programmführers und der Kanalbeschreibungen auf ihren Fernsehern» gesehen. MTS, Rostelecom und NTV-Plus sowie das Programm Yandex TV seien von den Hackern angegriffen worden. 

«Cyberangriff auf russische Fernsehsender»

Wie die «Sun» berichtet, vermeldete der grösste russische Mobilfunkanbieter MTS: «Es wurde ein Cyberangriff auf russische Fernsehsender durchgeführt, durch den Abonnenten extremistische Einblendungen im Sendenetz haben könnten».

Weiter hiess es: «Jetzt sind unsere IT-Spezialisten dabei, die Folgen des Hacks zu beseitigen, damit die Abonnenten so schnell wie möglich Dienste empfangen und Fernsehprogramme und Filme sehen können.»

Die Hacks sind nicht die ersten Angriffe von Cyberkriminellen auf russische Medien. So waren beispielsweise im Februar mehrere Medien-Webseiten gehackt worden. Für einige der Angriffe übernahm das Hacker-Kollektiv Anonymous die Verantwortung. Auch für die jetzige Aktion könnte Anonymous verantwortlich sein.

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