Blutbad bei Fatah-Demo in Gaza
Aktualisiert

Blutbad bei Fatah-Demo in Gaza

In Gaza sind bei einer Schiesserei während einer Gedenkveranstaltung für ex-Palästinenserpräsident Jassir Arafat fünf Menschen getötet worden. Rund hundert wurden verletzt.

Der blutige Zwischenfall ereignete sich, als Zehntausende Fatah-Anhänger des dritten Todestages des ersten Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat gedachten.

Die Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas beschuldigte die im Gazastreifen regierende Hamas, aus Verärgerung über die grosse Teilnehmerzahl in die Demonstration gefeuert zu haben. Dagegen erklärte Hamas, militante Fatah-Mitglieder hätten von den Dächern auf Verkehrspolizisten der Hamas gefeuert.

Die radikalislamische Hamas hatte nach einem blutigen Bruderkrieg im Juni die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Die Fatah bezeichnete die Massenkundgebung in Gaza als Botschaft an die Hamas, dass Fatah weiterhin eine starke Organisation sei.

Der langjährige PLO-Chef Arafat war am 11. November 2004 aus bislang unbekannter Ursache in einem Spital in Paris gestorben.

(sda)

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