Aktualisiert 15.02.2006 19:15

Blutige Fritten: Klage gegen McDonald's

Die Amerikanerin hatte ein «Happy Meal» bestellt. Glücklich wurde sie aber nicht, weil sie nach eigener Darstellung Fritten in einer mit Blut verschmierten Packung serviert bekommen hat. Jetzt will sie 10 000 Dollar von McDonald's, um wieder happy zu werden.

Die 42-Jährige erklärte, sie habe die Verschmutzung erst bemerkt, nachdem sie fast alle Pommes frites verspeist habe. Erst habe sie es nicht glauben können, und dann Angst bekommen, sagte Lora Davis, die das «Happy Meal» im November 2004 in Gastonia im US-Staat North Carolina an ihrem Schreibtisch verzehrte.

Ein Restaurantmanager habe sich auf ihren Anruf hin entschuldigt und erklärt, dass das Blut von einem Angestellten stamme, der sich eine Schnittwunde zugezogen habe. Später habe das Unternehmen sie darüber informiert, dass der Mann gefeuert worden sei. Die lokalen Gesundheitsbehörden erklärten, die Fast-Food-Filiale habe diese Darstellung des Vorfalls bestätigt. Die Behörden hätten McDonald's über Verhaltensmassregeln informiert, seien aber nicht gegen das Restaurant vorgegangen, erklärte eine Sprecherin.

Davis berichtete, sie habe sich auf Infektionskrankheiten untersuchen lassen, und sei davon ausgegangen, dass McDonald's dies bezahle. Als sie monatelang nichts von dem Unternehmen hörte, reichte sie am 3. Februar Klage ein. Ihr Anwalt sagte, der Versuch einer aussergerichtlichen Einigung sei bislang gescheitert. McDonald's wollte den Fall wegen des schwebenden Verfahrens nicht kommentieren. Davis sagte, sie habe nach dem Vorfall ein halbes Jahr nicht mehr ausserhalb gegessen. «Ich werde krank, wenn ich daran denke», sagte sie. (dapd)

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