Blutige Strassenschlachten vor dem Derby
Aktualisiert

Blutige Strassenschlachten vor dem Derby

Trotz schärferer Gesetze wurde der vierte Spieltag der italienischen Fussball-Liga erneut von Fan-Ausschreitungen überschattet. Vor dem Derby zwischen Sampdoria und Genua kam es sogar zu Messerstechereien.

Vor dem Lokalduell zwischen Sampdoria und dem FC Genua (0:0) lieferten sich am Sonntag 150 gewalttätige Fans beider Clubs in der Nähe des Stadions eine blutige Strassenschlacht. Das Derby stand kurz vor der Absage. «Genua stürzt ins Chaos», klagte die «La Gazzetta dello Sport» am Montag.

Mehrere Fans wurden durch Messerstiche vor und nach dem Spiel in Genua verletzt. Die Täter konnten bisher nicht identifiziert werden. Die Polizei hofft jedoch, die Täter anhand von Video-Aufzeichnungen einer Überwachungskamera überführen zu können. Der Ort der Auseinandersetzungen zwischen den radikalen Fan-Gruppen glich am Abend einem Schlachtfeld: Dutzende Motorroller lagen weitgehend zerstört auf dem Asphalt, bei zahlreichen Autos waren die Scheiben eingeschlagen.

Beim Spitzenspiel zwischen der AS Roma und Juventus Turin (2:2) war es am Nachmittag zu einem kleineren Zwischenfall auf der Tribüne gekommen. Zwei Juve-Fans wurden kurz nach Anpfiff der Partie auf der Tribüne verhaftet, nachdem sie mit anderen Fans gestritten und einen Ordner angegriffen hatten. Wenige Minuten zuvor hatten sich die Spieler beider Teams noch im Mittelkreis umarmt, um ein Zeichen gegen Gewalt im Fussball zu setzen.

Bei einer Razzia am späteren Abend nahm die Polizei 65 Fans in Rom fest, die im Verdacht stehen, im Umfeld von Fussballspielen gewalttätig geworden zu sein. Die Aktion stand nicht in direktem Zusammenhang mit dem Spiel.

(si)

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