Blutige Unruhen in Südchina
Aktualisiert

Blutige Unruhen in Südchina

Bei Zusammenstössen zwischen tausenden Landbewohnern in Südchina mit der Polizei ist nach Medienberichten eine Frau getötet worden.

Mindestens zehn Menschen erlitten Verletzungen, wie die Hongkonger Zeitung «Ming Pao» am Donnerstag schrieb. Auslöser der Proteste am Mittwoch waren Pläne der Behörden, zwei von den Bewohnern der Ortschaft Bomei in der Provinz Guangdong für die Bewässerung ihrer Felder gebaute Schleusentore zu entfernen.

Die Polizei ging mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die etwa 4.000 Demonstranten vor. «Ming Pao» und Radio Free Asia berichtete, eine etwa 30 Jahre alte Frau sei ums Leben gekommen. Die «South China Morning Post» schrieb, die aufgebrachten Dorfbewohner hätten selbst angefertigte Waffen gehabt, darunter Benzinbomben. In vielen ländlichen Gebieten Chinas wächst der Groll gegen Korruption der Behörden und Landbeschlagnahmen. (dapd)

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