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Belp BEBlutiger Rocker-Krieg in Belp BE – Schütze noch immer in U-Haft

In einer wüsten Auseinandersetzung gingen Mitglieder dreier Motorradclubs aufeinander los. Schüsse fielen, ein Mann wurde lebensgefährlich verletzt. Fast ein Jahr später sitzt ein Mann noch immer in Untersuchungshaft.

von
Christian Holzer
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In Belp BE war am Samstagabend, 11. Mai 2019, ein Polizeieinsatz im Gang.

In Belp BE war am Samstagabend, 11. Mai 2019, ein Polizeieinsatz im Gang.

Foto: Leser-Reporter
Anwohner sprachen von Schüssen und Männern mit Baseballschlägern.

Anwohner sprachen von Schüssen und Männern mit Baseballschlägern.

Leser-Reporter
«Drei Personen wurden beim Vorfall verletzt, zwei davon schwer», teilte Kapo Sprecherin Jolanda Egger damals mit.

«Drei Personen wurden beim Vorfall verletzt, zwei davon schwer», teilte Kapo Sprecherin Jolanda Egger damals mit.

Leser-Reporter

Darum gehts

  • Mitglieder von Hells Angels und Broncos gingen am 11. Mai 2019 auf Leute der Bandidos los.
  • Bei dem Streit handelte es sich um einen Revierkampf.
  • Ein Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen durch einen Schuss in die Brust.
  • Der Schütze kämpfte bisher vergeblich um die Entlassung aus der U-Haft.

An der Schnellstrasse in Belp BE floss am 11. Mai Blut. Vor fast genau einem Jahr lieferten sich damals drei Motorradclubs eine wüste Auseinandersetzung, Anwohner sprachen von einem «regelrechten Rocker-Krieg». Broncos und Hells Angels wollten verhindern, dass Mitglieder der Bandidos in der Region einen Ableger gründeten. Es flogen Fäuste, es setzte Baseballschläger-Hiebe, und es fielen auch Schüsse.

Wie die «Berner Zeitung» nun berichtet, sitzt ein Mann noch immer in Untersuchungshaft. Ihm wird versuchte Tötung vorgeworfen. Der Mann soll bei der Auseinandersetzung eine Pistole gezogen und einem Anwesenden eine Kugel in die Brust gejagt haben. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden.

Wegen Fluchtgefahr verlängert

Gegenüber der Staatsanwaltschaft sprach der Mitdreissiger davon, dass er einem Kontrahenten mit der Waffe auf den Kopf geschlagen habe, dabei soll sich ein Schuss gelöst haben. Ausserdem habe er auf einen Mercedes geschossen, in dem sich mehrere Widersacher befunden hätten.

Der Mann hat beim Berner Obergericht versucht, eine Verlängerung der Untersuchungshaft zu verhindern – ohne Erfolg. Bis mindestens 20. Mai wird er im Gefängnis bleiben, dies, weil das Gericht von Fluchtgefahr ausgeht. Seine Haft wurde bereits dreimal verlängert. Wann die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann und andere Verdächtige erheben wird, ist noch nicht klar.

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