Aktualisiert

Bürgerkrieg Blutiger Tag in Syrien

Ein Bomben-Angriff auf einen Gefangenentransport nahe der Grenze zur Türkei hat mindestens 14 Menschen das Leben gekostet.

Der Gefangenentransporter wurde von vier Sprengsätzen getroffen.

Der Gefangenentransporter wurde von vier Sprengsätzen getroffen.

Das Polizeifahrzeug sei auf einer Schnellstrasse im Nordwesten des Landes von vier Sprengsätzen getroffen worden, hiess es. «Terroristen» hätten im Anschluss auch einen eingetroffenen Krankenwagen angegriffen.

Das in London ansässige Syrische Observatorium für Menschenrechte betätigte den Vorfall, sprach allerdings von 15 getöteten Häftlingen. Zu der Tat bekannte sich niemand. Ein syrischer Aktivist erklärte, in der Gegend sei die Freie Syrische Armee aktiv, eine Gruppe von Deserteuren. Möglicherweise sei der Gefangenentransport nicht das eigentliche Ziel der Angriffe gewesen.

Weitere Aktivisten berichteten von heftigen Kämpfen zwischen syrischen Soldaten und Deserteuren in der Region Dschabal al Sawija nahe der türkischen Grenze und in der Ortschaft Maaret al Numan im Norden des Landes. Dabei seien neun Mitglieder der Streitkräfte und ein Deserteur getötet worden, hiess es. Die Örtlichen Koordinationskomitees erklärten, in Syrien seien am Samstag fünf weitere Menschen ums Leben gekommen, darunter drei in der Stadt Homs.

Einschaltung des UNO-Sicherheitsrates gefordert

Derweil hat der oppositionelle Syrische Nationalrat an die Arabische Liga appelliert, sich wegen der Gewaltaktionen in dem Land an den UNO-Sicherheitsrat zu wenden. Diese formelle Bitte sei der Liga übergeben worden, sagte eine Sprecherin der wichtigsten Oppositionsgruppe am Samstag. Entsprechende Forderungen waren in jüngster Zeit bereits von syrischen Oppositionellen erhoben worden. Bislang gab es aber keinen formellen Appell an die Arabische Liga.

Diese muss entscheiden, wie sie nach dem Einsatz ihrer Beobachter weiter vorgeht. Die Entsendung von Beobachtern der Arabischen Liga hat nicht zu einem Rückgang der Gewaltaktionen von Armee und Polizei gegen Oppositionskräfte in Syrien geführt. Auch ein von der Liga mit der syrischen Führung vereinbarter Friedensplan blieb Makulatur. (sda/dapd)

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