US-Professor schlägt vor – Blutproben aus Wuhan sollen in Genf auf Corona untersucht werden
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US-Professor schlägt vorBlutproben aus Wuhan sollen in Genf auf Corona untersucht werden

China will Blutproben aus Wuhan analysieren, um Erkenntnisse über den Ursprung von Covid-19 zu erlangen. Ein US-Professor schlägt vor, dass dies auf neutralem Boden geschehen soll.

von
Marcel Urech
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Auch im zweiten Jahr der Covid-19-Pandemie ist der Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 noch unklar. 

Auch im zweiten Jahr der Covid-19-Pandemie ist der Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 noch unklar.

Wikimedia Commons/Alexey Solodovnikov/CC BY-SA 4.0
China will nun Zehntausende Blutproben analysieren, die im «Wuhan Blood Center» in der Hauptstadt der Provinz Hubei gespeichert sind und bis ins Jahr 2019 zurückreichen.

China will nun Zehntausende Blutproben analysieren, die im «Wuhan Blood Center» in der Hauptstadt der Provinz Hubei gespeichert sind und bis ins Jahr 2019 zurückreichen.

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Ein Untersuchungsausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhofft sich davon Erkenntnisse über den Ursprung von Covid-19.

Ein Untersuchungsausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhofft sich davon Erkenntnisse über den Ursprung von Covid-19.

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Darum gehts

  • Woher stammt der Coronavirus? Das ist bis heute unklar.

  • China will nun auf Druck der WHO Blutproben analysieren, die bis ins Jahr 2019 zurückreichen.

  • Die Skepsis gegenüber China ist im Westen allerdings gross – aber Genf könnte helfen.

China will Zehntausende Blutproben analysieren, die im «Wuhan Blood Center» in der Hauptstadt der Provinz Hubei gespeichert sind und bis ins Jahr 2019 zurückreichen. Ein Untersuchungsausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhofft sich davon Erkenntnisse über den Ursprung von Covid-19.

Ein Sprecher der chinesischen Nationalen Gesundheitskommission sagte gegenüber «CNN», dass man das gespendete Blut nach einer Aufbewahrungsfrist von zwei Jahren analysieren könne. So sollte es bald möglich sein, die Proben der für die Pandemie wichtigen Monate Oktober 2019 und November 2019 zu untersuchen.

Chinesische Blutproben in Genf?

Wie und wo der Coronavirus entstand, ist nach wie vor unklar. Auch ein Bericht der US-Geheimdienste half nicht weiter. Die WHO forderte Peking bereits im August dazu auf, weitere Daten zur Pandemie offenzulegen – China stellte sich aber quer. Nun ist die Skepsis gegenüber dem Land im Westen gross. «Niemand wird den Ergebnissen Glauben schenken, wenn keine qualifizierten Beobachter anwesend sein können», sagt Maureen Miller, ausserordentliche Professorin für Epidemiologie an der Columbia University.

William Schaffner, der an der US-Universität Vanderbilt in der Abteilung Infektionskrankheiten arbeitet, schlägt gar vor, dass man die Blutproben nach Genf bringen könnte. Dort könnten sie Experten der WHO auf neutralem Boden analysieren. Ob China auf einen solchen Vorschlag eingehen wird, ist aber zweifelhaft.

Übrigens: Geleakten Dokumenten zufolge sollen Forschende aus Wuhan und den USA 18 Monate vor dem Auftreten der ersten Covid-19-Fälle riskante Experimente mit Coronaviren und Fledermäusen geplant haben. Die Behörden lehnten einen Antrag dafür allerdings ab, wie du hier nachlesen kannst.

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