Aktualisiert 09.07.2006 22:17

Blutreserven werden knapp: Spendedienst muss handeln

Zürich blutet aus: Die Reserven sind auf den Minimalbestand gesunken. Jetzt greift der Zürcher Blutspendedienst zur Selbsthilfe und lanciert erstmals eine Inseratenkampagne.

Mit 1514 Beuteln sind die Blutreserven im Kanton Zürich auf den absoluten Mindestvorrat gesunken. «Eigentlich müssten wir mindestens 2000 Beutel an Lager haben», sagt Heinz Jehle von der Stiftung Zürcher Blutspendedienst SRK. Durchschnittlich bräuchten alle 50 Zürcher Spitäler zusammen, die der Spendedienst mit Blut beliefert, 200 Beutel pro Tag.

Bereits Ende Juni rief der Blutspendedienst des Schweizerischen Roten Kreuzes die Bevölkerung zum Spenden auf. Die Hauptgründe, warum sich derzeit niemand Blut abzapfen lassen will, vermuteten die Verantwortlichen bei der Fussball WM und dem kaiserlichen Sommerwetter.

Um der Knappheit entgegenzuwirken, spannt der Blutspendedienst jetzt mit dem Unispital Zürich zusammen. «Wir führen erstmals eine zusätzliche Spendenaktion durch», sagt Jehle. Ab heute laufe zudem eine Printkampagne. «Wir haben noch nie kostenpflichtige Inserate geschaltet, aber jetzt ist es höchste Zeit, zu handeln», sagt Jehle.

Spendenwillige können sich heute zwischen 11 und 17 Uhr im Schulungszentrum USZ an der Gloriastrasse 19 ihren Lebenssaft abzapfen lassen.

Romina Lenzlinger

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