Blutspendedienst schlägt Alarm: Reserven gehen aus
Aktualisiert

Blutspendedienst schlägt Alarm: Reserven gehen aus

Zürich blutet aus. Die Reserven sind auf den Minimalbestand gesunken. Hält die Blutarmut an, müssen sogar Operationen verschoben werden.

«Wir müssen handeln», sagt Gertrud Stäheli von der Stiftung Zürcher Blutspendedienst SRK entschlossen. Mit 1000 Beuteln seien die Blut-reserven im Kanton Zürich auf den absoluten Minimalbestand gesunken. «Komfortabel wäre ein Vorrat von 2000 Beuteln», so Stäheli. Prekär sei die Situation bei der Blutgruppe A. Stäheli: «Hier sind wir sogar unter den Notbestand gesunken.» Man sehe sich deshalb gezwungen, aus anderen Kantonen Blut einzukaufen. Durchschnittlich brauchen alle 50 Zürcher Spitäler, die der Spendedienst mit Blut beliefert, zusammen 200 Beutel am Tag.

Dass während der Sommerferien weniger gespendet wird, ist laut Stäheli normal. Der Engpass habe aber mit den strengeren Vorschriften zu tun, die die Zahl der zugelassenen Spender deutlich reduziert hat. Wer seit 1980 selbst einmal Blut erhalten hat, wird seit Oktober 04 vom Aderlass ausgeschlossen. Stäheli: «Wir haben bereits damit begonnen, unsere Stammspender telefonisch anzufragen.» Ein Tropfen auf den heissen Stein. Wenn es so weiter gehe, müssen sich die Spitäler auf ein Minimum beschränken. Stäheli: «Notfalls müssen wir dazu aufrufen, nicht dringende Operationen zu verschieben.» Sie zähle aber auf die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.

Alexandra Roder

Infos zum Spenden unter www.zhbsd.ch

Deine Meinung