Bluttat im Heim: 15-Jähriger verurteilt
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Bluttat im Heim: 15-Jähriger verurteilt

Der Jugendliche, der vor einem Jahr in einem Heim im Thurgau eine 15-jährige Mitbewohnerin mit einem Messer getötet hat, ist verurteilt worden. Er muss in ein Erziehungsheim.

Für die schreckliche Tat in einem Heim in Güttingen TG ist der heute 15-Jährige vom Jugendgericht Entlebuch LU wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt worden. Er war laut dem Jugendgericht geständig. Neben einer Einweisung in ein Erziehungsheim wurde eine sozial- und heilpädagogische Behandlung angeordnet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nach der Tötung im sozialpädagogischen Heim Lindeneck in Güttingen wurde die Heimleitung stark kritisiert. Die Thurgauer Regierung fand Hinweise auf schwerwiegende Mängel bei der Betreuung. Eltern des Opfers forderten Schmerzensgeld.

Der Entscheid des Kantons Thurgau, dem Heim die Betriebsbewilligung zu entziehen, wurde von der Heimleiterin Verena Hoffmann heftig bekämpft. Das Justizdepartement Thurgau musste noch im April 2006 die Heimleitung und drei einweisende Behörden im Kanton Zürich mit je 1000 Franken büssen, bis das Heim per 26. April endlich geschlossen wurde.

«Damit ist der Fall für uns erledigt», so Stephan Felber vom Thurgauer Justizdepartement.

Felix Burch

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