Bluttat: Vater sticht Tochter mitten ins Herz
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Bluttat: Vater sticht Tochter mitten ins Herz

Ein 39-jähriger Familienvater hat heute im deutschen Herne seine zwölfjährige Tochter im Schlaf erstochen. Das Motiv für das Familiendrama blieb zunächst völlig unklar.

Die 28-jährige Mutter erlitt nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Familientragödie einen Messerstich am Oberschenkel. Eine zehnjährige Tochter blieb unverletzt.

Der 39-Jährige war nach Angaben von Staatsanwalt Dieter Justinsky gegen 02.00 Uhr in der Wohnung im Herner Stadtteil Wanne-Eickel mit einem Küchenmesser in das Kinderzimmer gegangen. Er habe das Mädchen «mit einem gezielten Stich ins Herz» getötet, sagte Justinsky. Die Ehefrau, die durch Geräusche aufgewacht und herbeigeeilt war, verletzte er am Oberschenkel. Seiner zweiten Tochter, die ebenfalls im Kinderzimmer geschlafen hatte, sei nichts geschehen.

«Der Mann ist völlig apathisch und hat seit der Tat kein Wort gesagt», berichtete der Staatsanwalt. Er habe sich widerstandslos festnehmen lassen, nachdem es der Ehefrau gelungen sei, die Feuerwehr zu rufen.

Das Motiv für die Familientragödie lag zunächst im Dunkeln. «Wir konnten bislang weder die Ehefrau noch den Mann oder das überlebende Kind vernehmen», sagte der Leiter der Mordkommission, Axel Pütter. Ersten Erkenntnissen zufolge sei der 39-Jährige als «sehr liebevoller Familienvater» bekannt gewesen. Vor allem das getötete Mädchen sei sein Ein und Alles gewesen. «Wenn sich die Kinder verletzten, konnte er nicht einmal ein Pflaster auf die Wunden kleben, so sehr hat er sie wohl geliebt», berichtete Pütter.

Gegen den Gleisbauer aus Herne, der selbst aus einer Grossfamilie mit zwölf Kindern stammt, hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung beantragt. Der 39-Jährige befand sich am Dienstag in Untersuchungshaft. Ein Psychiater sollte am Mittwoch über eine mögliche Einlieferung in eine psychiatrische Klinik entscheiden. (dapd)

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