Aktualisiert 17.03.2004 12:34

BMW drückt aufs Gas

Nach einem leichten Gewinnrückgang im vergangenen Jahr will der BMW-Konzern 2004 die Früchte seiner Modell-Offensive ernten und einen Rekordgewinn einfahren.

«Wir bleiben auf dem Gas, wir werden weiter beschleunigen», sagte Konzernchef Helmut Panke am Mittwoch in München. Bei allen drei Konzern-Marken - Rolls-Royce, BMW und Mini - seien für 2004 trotz der schwachen Branchenkonjunktur Absatzrekorde geplant. Der Gewinn vor Steuern solle über dem Bestwert von 3,3 Mrd. Euro aus dem Jahr 2002 liegen.

Im vergangenen Jahr war der BMW-Gewinn vor Steuern wegen der Investitionen in neue Modelle wie den 5er, das neue 6er-Coupe und den geländegängigen X3 um 2,8 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro gesunken.

Währungsverluste

Der Umsatz ging wegen des schwachen Dollars um 2,1 Prozent auf 41,5 Mrd. Euro zurück. Währungsbereinigt verzeichnete der Konzern ein Plus von 4,2 Prozent. Für das laufende Jahr gab Panke wegen der Währungsunsicherheiten keine Umsatzprognose ab.

Der Konzern sei in allen wichtigen Weltregionen - USA, Europa und Asien -auf Wachstumskurs, sagte Panke. «Wir haben in diesem Sinne keine Sorgenkinder.» Die USA sind mittlerweile der wichtigste Einzelmarkt für den Konzern.

Dies liegt auch daran, dass der Stammmarkt Deutschland schwächelt. Hier musste BMW im vergangenen Jahr ein leichtes Absatzminus hinnehmen. «Wir erleben zurzeit allgemein eine Kaufzurückhaltung», sagte Panke. Der Heimatmarkt werde aber weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

1,1 Millionen Autos verkauft

Den Absatz steigerte BMW im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 1,1 Millionen verkaufte Autos, obwohl die neuen Modelle grösstenteils erst ab diesem Jahr zur Verfügung stehen. «BMW ist auf dem Weg in eine neue Dimension», sagte Finanzchef Stefan Krause. Allerdings sei der Konzern nur an profitablem Wachstum interessiert.

(sda)

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