Aktualisiert 03.11.2009 13:18

Drittes QuartalBMW hält sich in den schwarzen Zahlen

BMW steckt in der Krise fest. Der Autobauer hat sich im dritten Quartal zwar knapp in den schwarzen Zahlen gehalten, der Aufwärtstrend aus dem zweiten Vierteljahr brach aber ab.

Der Gewinn lag bei 78 Millionen Euro, 73,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr, wie die Münchner am Dienstag mitteilten. Im zweiten Quartal hatte BMW noch einen Gewinn von 121 Millionen Euro eingefahren. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 11,76 Milliarden Euro.

Die Wirtschaftskrise und hohe Rabatte hätten das Ergebnis von Juli bis September belastet, sagte BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner. Der starke Wettbewerb sei deutlich zu spüren. Allerdings erwarte BMW ein Nachlassen des Preisdrucks. Der Markt erhole sich, zudem komme BMW mit neuen Fahrzeugen auf den Markt. Diese sollten nicht mit hohen Rabatten verkauft werden. Der Konzern habe zuletzt auch weniger Autos an seine Händler ausgeliefert, um dort die Lagerbestände zu reduzieren und so den Rabattdruck zu mildern.

Nach den ersten neun Monaten blieben BMW unter dem Strich 47 Millionen Euro Gewinn. Vor einem Jahr waren es noch 1,29 Milliarden Euro gewesen. Im ersten Quartal 2009 hatte der Autobauer allerdings 152 Millionen Euro Verlust gemacht.

Stabiler Absatz im Oktober

Konzernchef Norbert Reithofer sagte, BMW strebe für das laufende Jahr ein positives Konzernergebnis an. Für 2010 erwartet er eine allmähliche Markterholung, BMW werde dabei auch von seinen neuen Modellen profitieren. Für eine Entwarnung auf den weltweiten Automärkten sei es aber noch zu früh, sagte der Manager.

Im Oktober haben sich die Absätze bei BMW weiter stabilisiert. Er gehe davon aus, dass man sich ungefähr auf Vorjahresniveau bewege, sagte Reithofer. Die Kernmarke BMW werde in etwa bei plusminus Null landen, bei Mini erwarte er eine positive Entwicklung. Eichiner sagte, das Unternehmen sei für das vierte Quartal nach wie vor vorsichtig.

Börse und Analysten enttäuscht

Die Börse reagierte negativ auf die Zahlen des Autobauers. Die BMW-Aktie sackte am Vormittag rund 7,5 Prozent ab. Insbesondere beim Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) enttäuschte BMW die Erwartungen. Die Analystenschätzungen hatten deutlich über den erreichten 55 Millionen Euro gelegen.

BMW will nun weiter sparen. Hier sollen unter anderem die neuen Modelle helfen, bei denen verstärkt das Baukastenprinzip angewandt wird, wie Reithofer erklärte. Auch bei den Materialkosten erhofft sich BMW dadurch Vorteile. Daneben will der Autobauer weiter Jobs abbauen. Dies werde durch freiwillige Aufhebungsverträge, Altersteilzeit und die natürliche Fluktuation geschehen, sagte Reithofer. Im laufenden Jahr hat BMW die Zahl seiner Mitarbeiter bereits um 1600 auf zuletzt 98 358 reduziert. (dapd)

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