Winterthur - BMW-Raser (30) schrottet Radar, nun muss er ins Gefängnis
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WinterthurBMW-Raser (30) schrottet Radar, nun muss er ins Gefängnis

Mit fast 100 km/h wurde ein Aargauer in Winterthur innerorts geblitzt. Danach beschädigte er den Radarkasten. Nun wurde er verurteilt.

von
Thomas Mathis
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Mit einem BMW schrottete ein Aargauer die Messanlage an der Breitestrasse in Winterthur.

Mit einem BMW schrottete ein Aargauer die Messanlage an der Breitestrasse in Winterthur.

Stadtpolizei Winterthur
Es entstand ein Sachschaden von über 115’000 Franken.

Es entstand ein Sachschaden von über 115’000 Franken.

20min/News-Scout
Zuvor war er mit 97 km/h geblitzt worden.

Zuvor war er mit 97 km/h geblitzt worden.

20min/Thomas Mathis

Darum gehts

  • Zuerst fuhr er bei einem Überholmanöver zu schnell, dann schrottete er den Radar.

  • Nun muss sich ein 30-jähriger Mann aus dem Aargau vor Gericht verantworten.

  • Er kassiert eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 22 Monaten.

Mit 97 statt 40 km/h ist ein Aargauer BMW-Fahrer nach dem Ausgang mit seiner Partnerin geblitzt worden. Das war an einem Freitagabend im November 2019 kurz vor Mitternacht auf der Breitestrasse in Winterthur. Grund: Er hatte ein Auto überholt – an einer unübersichtlichen Stelle bei regnerischer und kalter Witterung. Beim Überholmanöver fuhr er auch links an einer Fussgängerinsel vorbei. «Ich musste überholen, weil ich so schnell kam», sagte der Autospengler am Prozess. Warum er das Tempo drauf hatte, weiss er nicht mehr. «Zum Glück kam niemand entgegen.»

Am Donnerstag muss sich der 30-jährige Italiener nun unter anderem wegen qualifizierter grober Verletzung der Verkehrsregeln verantworten. Doch nicht nur das. In der Anklageschrift geht es auch um Sachbeschädigung. Nachdem er geblitzt worden war, hielt er an und fuhr mit seinem BMW rückwärts gegen die Messanlage. Diese schob er über eine Distanz von 15 Metern gegen Treppengeländer und Gartenmauer einer Liegenschaft – «mit voller Absicht», wie es heisst. «Es war eine Kurzschlussreaktion», sagt der Vater. Es habe sich eine Wut angestaut gehabt vom ganzen Leben. «Ich wollte das Foto löschen.»

Festnahme noch in der Nacht

Dabei entstand am Gerät ein Schaden von über 115’000 Franken. Danach machte er sich davon, ohne die Polizei zu informieren. Noch in der Nacht konnte der Mann ermittelt und festgenommen werden. Dazu kommt noch, dass er das Auto in fahrunfähigem Zustand gelenkt habe. Neben einem Medikament hatte er Bier, Wein und Grappa getrunken.

Der Beschuldigte, der mit kurzen Haaren und Bart in Hemd und Jeans vor Gericht erschien, gesteht die Tat und zeigte sich reuig. «Ich schäme mich und es tut mir leid.» Bestraft wird der Aargauer mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten. Davon muss er 6 Monate absitzen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Mann bestraft wird. Neben der Freiheitsstrafe werden auch zwei in den Jahren 2017 und 2019 bedingt ausgesprochene Geldstrafen vollzogen. Es handelt sich um einen Gesamtbetrag von 13’200 Franken.

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