Aktualisiert

Letzter grosse Tanz?BMX-Dinosaurier plant den grossen Coup

Wie 2008 ist Roger Rinderknecht der grosse BMX-Hoffnungsträger. Er möchte in den Final vorstossen.

Sein Name ist ein Begriff – Roger Rinderknecht prägt den BMX-Sport in der Schweiz seit Jahren.

Sein Name ist ein Begriff – Roger Rinderknecht prägt den BMX-Sport in der Schweiz seit Jahren.

Roger Rinderknecht tritt in London zu seinem letzten bedeutenden BMX-Wettkampf an. Um sich vermehrt seiner Familie widmen zu können, wird er seine Spitzensport-­Karriere voraussichtlich Anfang September an der Four-Cross-WM in Leogang (Ö) ausklingen lassen. In dieser Mountainbike-Disziplin hat der Zürcher seine grössten Erfolge ­errungen, sie ist aber nicht olympisch.

2011 holte er im Four Cross im Unterwallis seine dritte WM-Silbermedaille. Dass Rinderknecht bald zurück­treten wird, kann nicht überraschen. Er zählt mit seinen 31 Jahren zu den Dino­sauriern im BMX-Zirkus. Das Bicycle Moto Cross wird derzeit von jungen Männern geprägt. Nimmt man die Rangliste der WM im Mai in Birmingham (Eng), war Rinderknecht mit Rang 18 der Zweitälteste in den Top 30.

Es geht wieder aufwärts

In den vergangenen Wochen zeigte seine Formkurve nach oben. Nicht nur im WM-Rennen war der Winterthurer der beste Schweizer gewesen, sondern auch bei den letzten zwei Weltcups in Papendal (Ho/18.) und Randaberg (No/14.). Davor war bei ihm nicht alles nach Plan gelaufen.

Er hatte sich mit Verletzungen herumgeschlagen, und Ende 2011 war er in ein Loch ge­fallen. Er sei damals sehr müde gewesen. Vermutlich habe er sich zu stark auf die Heim-WM im Four Cross konzentriert. Dank einem Time-out und einem sauberen Neuaufbau habe er sich der Ideallinie inzwischen wieder angenähert.

«Ich habe noch Luft nach oben»

Rinderknecht ist im Vorfeld von Olympia jedenfalls optimistisch: «Das Gefühl ist super. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass ich mich heuer noch nie im Leistungszenit befunden habe. Ich habe noch Luft nach oben.» Sein Ziel sei der Final am

10. August und in diesem ­könne dann alles passieren. In Peking war er nach einem Fahrfehler in den Halbfinals ausgeschieden. (si)

Deine Meinung