Aktualisiert 29.06.2019 06:30

Späte EhrungBob-Gold im Hochsommer

Mit über fünf Jahren Verspätung erhielten die Bobfahrer Beat Hefti und Alex Baumann ihre olympischen Goldmedaillen.

von
rom

Die verspätete Goldmedaillenübergabe für die Bobfahrer Beat Hefti und Alex Baumann. (Video: SDA)

Lieber spät als nie: Das mussten sich auch die unterdessen zurückgetretenen Bobfahrer Beat Hefti und Alex Baumann gedacht haben, als sie am Freitagabend in Schwellbrunn, Heftis Heimatort in Appenzell Ausserrhoden, ihre Olympiagoldmedaillen von Sotschi 2014 erhielten. Nachdem der Russe Alexander Subkow, der damalige Steuermann des siegreichen Zweierbobs, in Doping-Manipulationen verstrickt war, erbten die zweitplatzierten Appenzeller den Sieg.

1 / 3
Winter-Olympia-Gold im Hochsommer? Beat Hefti (l.) und Alex Baumann wurden in Schwellbrunn (AR) endgültig zu Olympiasiegern.

Winter-Olympia-Gold im Hochsommer? Beat Hefti (l.) und Alex Baumann wurden in Schwellbrunn (AR) endgültig zu Olympiasiegern.

Keystone
Aus den Silbermedaillengewinnern von Sotschi 2014 wurden am Freitagabend Goldmedaillengewinner.

Aus den Silbermedaillengewinnern von Sotschi 2014 wurden am Freitagabend Goldmedaillengewinner.

Keystone
Das Schweizer Duo erbte, weil den Gewinnern um Alexander Subkow (Russland) der Sieg nachträglich wegen Dopings aberkannt wurde.

Das Schweizer Duo erbte, weil den Gewinnern um Alexander Subkow (Russland) der Sieg nachträglich wegen Dopings aberkannt wurde.

Keystone

Der Entscheid fiel erst Ende März, zuvor schien das juristische Hickhack kein Ende zu nehmen. Für den heute 41-jährigen Hefti, der gerne von Russlands Präsident Wladimir Putin die Goldmedaille in Empfang genommen hätte, ist es mit einiger Verzögerung doch noch ein würdiger Abschluss seiner erfolgreichen Karriere. Und der zuletzt arg gebeutelte Schweizer Bobverband hat wieder einmal Grund zum Feiern.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.