Aktualisiert 15.08.2013 11:12

Per sofortBobadilla wechselt von Basel zu Augsburg

Raúl Bobadilla verlässt den FC Basel nach etwas mehr als einem halben Jahr: Der bullige Stürmer versucht sein Glück per sofort beim FC Augsburg in der Bundesliga.

Der FC Basel hat sich von seinem Stürmer Raúl Bobadilla (26) getrennt. Der argentinische Stürmer, der zuletzt wegen eines Raser-Exzesses negativ aufgefallen ist, wechselt per sofort zum deutschen Bundesligisten Augsburg.

Der 26-Jährige aus Buenos Aires einigte sich mit den Augsburgern auf einen Dreijahresvertrag. Über die Höhe der Transfersumme hielten sich die beiden Vereine bedeckt. «Wir freuen uns, dass sich Bobadilla trotz anderer lukrativer Angebote für den FC Augsburg entschieden hat. In unseren Gesprächen hat er deutlich gemacht, dass er unbedingt zum FCA wechseln möchte, um die Chance der Rückkehr in die Bundesliga zu ergreifen», sagte Augsburgs Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter. In der Bundesliga ist Bobadilla kein Unbekannter. Er hat zwischen 2009 und 2012 in der deutschen Elite-Klasse für Borussia Mönchengladbach gespielt.

Mit dem Verkauf von Bobadilla fand der FC Basel eine elegante Lösung, sich eines Problems zu entledigen, entpuppte sich die Verpflichtung des Argentiniers doch als ein grosses Missverständnis. Obwohl Bobadilla bereits bei seinen früheren Stationen mehrmals auf und neben dem Platz negativ aufgefallen war, ging der FCB im Winter das Risiko ein und leistete sich den kostspieligen Transfer - auch, weil Trainer Murat Yakin sich zutraute, den impulsiven Argentinier bändigen zu können. Spätestens nach seinem Raser-Exzess im Juli war Bobadilla bei den FCB-Verantwortlichen aber in Ungnade gefallen.

Sperre, mangelnde Fitness und eine Raserfahrt

Bobadilla hatte in der letzten Winterpause von den Young Boys mit einem bis Juni 2017 gültigen Vertrag zu Basel gewechselt, konnte am Rheinknie aber keine Akzente setzen. Den Beginn der Rückrunde verpasste Bobadilla wegen einer Knieverletzung. Dazu hatte er noch eine Sperre, herrührend aus seiner Zeit bei den Young Boys, abzusitzen. Bei seinem Debüt für die Basler Anfang April fiel der Argentinier durch mangelnde Fitness auf; beim Triumphzug des FCB durch Europa und zum vierten Meistertitel in Folge spielte der Stürmer nur eine marginale Rolle. In der Meisterschaft traf Bobadilla in zehn Spielen einmal, in der Europa League war der frühere Stürmer von Concordia Basel und den Grasshoppers nicht spielberechtigt.

Auch in der neuen Saison kam Bobadilla auf dem Platz nicht auf Touren. Zwar traf er beim 3:1-Sieg zum Auftakt gegen Aufsteiger Aarau zum 2:0, nach seiner Raserfahrt Ende Juli, als der 26-Jährige in Seewen SO mit seinem Maserati innerorts mit 111 km/h geblitzt worden war, gehörte er nur noch im Heimspiel gegen Maccabi Tel Aviv und gegen St. Gallen zum Kader. Gegen die Ostschweizer bestritt er am 3. August sein letztes Spiel im FCB-Dress, als er in der 73. Minute eingewechselt wurde. Zuletzt hielt sich Bobadilla in Einzeltrainings mit Konditionstrainer Walter Grüter fit.

Derdiyok und Petric als Kandidaten

Nach dem Verkauf von Jacques Zoua in der Sommerpause nach Hamburg und dem Abgang Bobadillas verbleibt eine Woche vor dem Hinspiel im Champions-League-Playoff beim bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad mit Captain Marco Streller nur noch ein Stürmer im Kader des FC Basel. Der Schweizer Meister ist auf der Suche nach Ersatz. Die ehemaligen Basler Eren Derdiyok, der bei Hoffenheim keine Zukunft mehr hat, und der vertragslose Mladen Petric, zuletzt bei Fulham tätig, werden als Kandidaten gehandelt. (si)

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