Bobst mit über 71 Prozent Gewinn

Aktualisiert

Bobst mit über 71 Prozent Gewinn

Der Kartonverpackungsmaschinen-Hersteller Bobst hat 2007 den Betriebsgewinn um 64 Prozent auf 188,1 Mio. Franken gesteigert.

Der Reingewinn legte gar um 71,3 Prozent auf 138,1 Mio. Franken. zu.

Beim Vergleich zum Vorjahr sind allerdings die einmaligen Erträge aus Liegenschaftsverkäufen und Steuernachlässen ausgeklammert, die im letzten Jahr zu einem Ergebnis von 103,3 Mio. Franken. geführt haben. Der hohe Zuwachs dieses Jahr bezieht sich somit auf dem vergleichbaren Vorjahresreingewinn von 80,6 Mio. Franken, wie Bobst am Donnerstag mitteilte.

Übernahme verzögert sich

Das Waadtländer Unternehmen hat in allen drei Geschäftsbereichen profitabel gearbeitet. Am kräftigsten entwickelte sich die Division Wellkarton. Der Betriebsgewinn dieses Bereichs legte um 87,5 Prozent auf 61,3 Mio. Franken. zu.

Die Division Faltkarton hat auf operativer Ebene um 29,9 Prozent auf 119,4 Mio. Franken zugelegt. Der Bereich Flexible Materialien (Folienverpackungen) schreibt zum ersten Mal seit der Integration verschiedener Akquisitionen 2004 eine schwarze Zahl. Das operative Ergebnis beträgt 7,4 Mio. Franken (Vorjahr: -4,3 Mio. Franken).

Bereits im Februar hatte der Maschinen- und Apparatebauer für die Verpackungsindustrie eine Umsatzsteigerung von 8,7 Prozent auf 1,744 Mrd. Franken. vermeldet.

Die Übernahme der deutschen Fischer & Krecke mit 370 Angestellten und 73 Mio. Euro Umsatz kommt in dieser Zahl noch nicht zum Tragen. Zwar hätten die deutschen Behörden grünes Licht gegeben, teilte Bobst mit. Doch die Verhandlungen zum definitiven Abschluss seien noch im Gang.

Verhaltene Aussichten

Für 2008 rechnet Bobst aufgrund der weltweiten Unsicherheiten in der Wirtschaft mit einem Umsatz, der höchstens den Stand von 2007 erreicht. Das laufende Geschäftsjahr werde auch durch einmalige Kosten belastet.

So plant Bobst den Umzug in die Waadtländer Gemeinde Mex. Auch für die Weltausstellung Drupa (Druck und Papier) in Düsseldorf rechnet Bobst mit Sonderausgaben. Daher werden die Gewinnresultate des Unternehmens tiefer liegen.

Bobst beantragt der Generalversammlung vom 7. Mai eine höhere Dividende von 3,50 Fr. (Vorjahr: 1,90 Franken). Weiter soll über ein Aktienrückkaufprogramm entschieden werden. Dank den Rückkäufen fliessen rund 250 Mio. Franken. an die Aktionäre zurück, wie Bobst bereits im Dezember angekündigt hatte. (sda/scc) (sda)

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