Bode Miller: Partys statt Medaillen
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Bode Miller: Partys statt Medaillen

Bode Miller kann das Feiern an sportlichen Grossanlässen nicht lassen: Nachdem der Amerikaner schon an den Olympischen Spielen in Turin mehr durch Alkoholexzesse als durch sportliche Erfolge aufgefallen war, droht dem Ami in Are nun ein Déjà-vu.

Bode Miller geniesst auch in Are das Nachtleben. Wie die Zeitung «Expressen» unter Berufung auf den Barkeeper des «Diplomat» berichtete, habe Miller gegen halb zwei Uhr morgens in der Nacht auf Montag Champagner, Tequila und nicht weniger als sechs Wodka-Red-Bull konsumiert.

In der Nacht zuvor hatte ein Fotograf den 29-Jährigen gegen zwei Uhr morgens mit einem Glas in der Hand und einer Blondine im Arm ertappt. Miller war bereits während der Olympischen Spiele 2006 in Turin als eifriger Partygänger aufgefallen - und prompt ohne Medaille geblieben. «Vielleicht fahre ich nur hin, mache Party und trinke Bier», hatte der medienscheue Star schon vor den Spielen angekündigt.

Im ersten Rennen von Are scheint sich die Geschichte nun zu wiederholen: Miller verpatzte seine Titelverteidigung und musste sich mit Rang 24 bescheiden. «So funktioniert Skifahren nun mal», zuckte der Amerikaner im Zielraum die Schultern, «ich habe alles riskiert und alles verloren.» Der Tag hatte für den Amerikaner schon negativ begonnen: Miller wurde nicht in den Startraum gelassen, weil ihn der Offizielle nicht erkannte. Erst nach mehreren Interventionen wurde Miller, der in der Abfahrt vom Samstag einen weiteren WM-Titel zu verteidigen hat, durchgelassen. Dass er schliesslich auf der Strecke, wo er letzte Saison das Weltcup-Finale gewann, 1,34 Sekunden auf den Italiener Patrick Staudacher verlieren würde, hätte er da wohl noch nicht gedacht.

(si/mat)

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