Kesswil TG: Bodensee-Gemeinden fürchten Badisommer
Aktualisiert

Kesswil TGBodensee-Gemeinden fürchten Badisommer

Nicht in allen Gemeinden am Bodensee freut man sich auf die Sommerferien. Grund dafür sind auswärtige Badegäste, die Blechlawinen verursachen und die Strände zumüllen.

von
Raphael Labhart

Walter Knöpfli, Vize-Gemeindeammann von Kesswil, fürchtet sich bereits vor ­guten Wetterprognosen fürs Wochenende. Denn mit dem schönen Wetter kommen Scharen von Badegästen – und das bedeutet oft viel Müll und Verkehr für die Gratis-Badi am Bodensee. Kesswil sei jeweils völlig zuparkiert, so Knöpfli gegenüber der «Thurgauer Zeitung». Mit dem Verteilen von Parkbussen wird man dem Problem nicht Herr. ­«Besucher sind willkommen, aber möglichst mit dem ÖV oder auf Velos», sagt Gemeindeammann Hermann Haffter.

Hemishofen am Rhein kämpft mit denselben Problemen. «Es ist paradox: Immer weniger Hemishofer gehen ans dorfeigene Ufer», weiss Gemeindeschreiberin Nicole Bernath. Dort ist man zur Einhaltung der Ordnung mittlerweile auf die Kantonspolizei angewiesen. In Arbon, Egnach und Kesswil kämpft man neuerdings mit Sicherheitspersonal gegen Littering und Verkehrschaos. Gregor Wick, Leiter Freizeit und Sport der Gemeinde Arbon: «Wir sind sehr zufrieden – die Massnahmen zeigen Wirkung.» Es sei aber ohnehin nur ein kleiner Teil der Badegäste, der Probleme mache.

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