Bodensee: Tiefer Wasserstand legt Schädel frei
Aktualisiert

Bodensee: Tiefer Wasserstand legt Schädel frei

Einen menschlichen Schädel hat ein Spaziergänger in Gaissau am Bodensee entdeckt. Der Schädel steckte zur Hälfte im Schlick. Die Gaumenplatte ist weggebrochen, der Unterkiefer fehlt.

Möglich wurde der Fund nur durch den extrem niedrigen Wasserstand des Bodensees.

Er dürfte schon mehrere Jahre bei der Mündung des Alten Rheins gelegen haben und wies keine Spuren einer Gewalt-Einwirkung auf.

Zur Klärung der Identität wird der Schädel jetzt an die Gerichtsmedizin nach Innsbruck geschickt, wie Peter Freudlsperger von der Vorarlberger Polizei am Mittwoch sagte.

Die Suche nach weiteren Überresten kann laut Freudlsperger wegen des hart gefrorenen Bodens erst am Donnerstag aufgenommen werden. «Die Gerichtsmedizin in Innsbruck wird versuchen, verwertbare DNA aus dem Schädel zu gewinnen», sagte Freudlsperger. Falls dies gelinge, könne der Schädel möglicherweise noch zugeordnet werden.

(sda)

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