Bodenseefähren können nicht mehr in alle Häfen
Aktualisiert

Bodenseefähren können nicht mehr in alle Häfen

Wegen der anhaltenden Hitze ist der Pegelstand des Bodensees auf ein Rekordtief gefallen. Bei Romanshorn wurden gestern nur 395,41 Meter über Meer gemessen. Am selben Tag im Jahrhundertsommer 2003 waren es sechs Zentimeter mehr.

Einige Häfen wie Bottighofen auf der Route Romanshorn, Kreuzlingen, Insel

Mainau und Bad Schachen in Deutschland können seit 14 beziehungsweise 10 Tagen von den Fähren nicht mehr angesteuert werden.

Der Hafenmeister von Romanshorn, Marcel Paravano, erklärte gegenüber 20 Minuten: «Unsere Schiffe gehen zu weit runter.» Die 60 Meter langen Autofähren haben einen Tiefgang von rund 1,50 Meter und eine Wasserverdrängung von immerhin 896 Tonnen. Sollte der Pegelstand noch weiter sinken, könnte es auch in Friedrichshafen und Rorschach Probleme geben, so der Hafenmeister.

Ein Fährmann am Hafen Romanshorn ergänzt: «Beim Tanken in Romanshorn müssen wir jetzt schon aufpassen und mehr manövrieren.» In einigen Yachthäfen wird es auch für die Segelboote langsam eng. Im Hörnlibuck in Staad können nur noch Boote anlegen, deren Kiel höchstens 1,50 Meter lang ist. Im Sportboothafen Kreuzlingen liegt die Grenze bei 2 Metern. Die Häfen Arbon und Horn haben bislang keine Probleme.

Katja Bigell

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