Aktualisiert 19.06.2020 15:35

Vorstellung

Bodybuilding in der Business-Class

Der BMW M 5 und der Mercedes-AMG E 63 wurden sanft überarbeitet. Die Antriebe blieben dabei unangetastet.

von
Thomas Geiger
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Feinschliff bei Design, Fahrwerk und Infotainment: Der BMW M 5 erhält ein Facelift.

Feinschliff bei Design, Fahrwerk und Infotainment: Der BMW M 5 erhält ein Facelift.

Foto: PD
Die Leistungsdaten bleiben gleich: 600 respektive 625 PS beim Topmodell Competition.

Die Leistungsdaten bleiben gleich: 600 respektive 625 PS beim Topmodell Competition.

PD
Auch der Mercedes-AMG E 63 erhält ein Update und ist weiterhin auch als Kombi (T-Modell) erhältlich.

Auch der Mercedes-AMG E 63 erhält ein Update und ist weiterhin auch als Kombi (T-Modell) erhältlich.

PD

Klimakritik hin und CO2-Strafen her: Leistung verkauft sich nach wie vor gut. Nachdem BMW und Mercedes-Benz ihre Bestseller für die Businessklasse beim aktuellen Facelift mit Mild- und Plug-in-Hybriden gerade erst auf Vernunft getrimmt haben, dürfen sich die hauseigenen Tuner jetzt ums Vergnügen kümmern und ein bisschen Bodybuilding machen. In Garching läuft sich deshalb gerade ein Update des M 5 warm, und aus Affalterbach hört man das Röhren des aufgefrischten E 63. Beide Powermodelle können in diesen Tagen bestellt werden und sollen im zweiten Halbjahr auf die Strasse kommen – der BMW wieder nur als Limousine, der AMG auch als T-Modell.

Beide Hersteller setzen dabei auf Finesse im Detail, frischen vor allem das Infotainment-System auf und feilen am Fahrwerk – doch lassen die Finger von den Motoren. Für den M 5 bleibt es deshalb beim 4,4-Liter-V8-Turbo mit 600 PS im Grundmodell und 625 PS im Competition. Bei AMG gibts nach wie vor den V8 mit 4 Litern Hubraum und 571 oder 612 PS. Das reicht bei den Bayern für einen Sprintwert von 3,3 Sekunden und ein Spitzentempo von bestenfalls 305 km/h, die Schwaben schaffen 3,4 Sekunden und 290 km/h für das T-Modell und 300 km/h für die Limousine.

Grill im Panamericana-Look

Die Designer haben hier wie dort für mehr Präsenz gesorgt. Der M5 hat eine grössere Niere und einen böseren Blick erhalten, beim E 63 gibts zu den stechend schauenden Scheinwerfern nun einen neuen Grill im Panamericana-Look. Doch egal ob Stern oder Niere – wenn diese beiden Bodybuilder im Rückspiegel ihre Muskeln spielen lassen, verflüchtigt sich der Verkehr auf der linken Spur wie von selbst.

Die überarbeiteten Modelle von M 5 und E 63 starten beide bei knapp 143’000 Franken. Der M 5 Competition kostet ab 155’470, der E 63 S ab 153’200 Franken.

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20 Kommentare
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Lisa

20.06.2020, 17:07

Ich brauche ein Auto, das die Sitze belüftet und die schlechten Gerüche wegbläst.

Chef Reaktor

20.06.2020, 13:07

Ein Schnäppchen! Aber gibt den auch in schön?

Verbrenner-Schrott

20.06.2020, 12:53

Gewicht, komplizierte Mechanik (Getriebe), grosser Verbrennungsmotor, Auto-Grösse, (Höhe!), Luftwiderstand sind der Feind eines jeden energie-effizienten Auto. Von dem her muss von vielen Herstellern noch ein extremes Umdenken stattfinden, will man das vorgeschriebene CO2-Flottenziel erreichen! Es drohen beträchtliche Strafzahlungen. Nur das Dummvolk kauft jetzt noch Verbrenner.