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Boeing 737 bleibt spurlos verschwunden

Auch zwei Tage nach dem Verschwinden eines Verkehrsflugzeugs mit 102 Menschen an Bord ist die Suche in Indonesien zu Land und zur See erfolglos geblieben. Die Suchaktion soll Morgen ausgeweitet werden.

«Wir haben das Flugzeug bisher nicht gefunden», sagte ein Sprecher der Rettungskräfte in Makassar auf der indonesischen Insel Sulawesi. Die Suche sei am Mittwochnachmittag (Ortszeit) im Süden und Westen der Insel abgebrochen worden.

Sie solle am Donnerstag bei Tagesanbruch fortgesetzt werden. Schlechtes Wetter habe den Einsatz behindert. Dennoch werde die Suche am Donnerstag ausgeweitet.

Notlandung von Suchflugzeug

Der Sucheinsatz war am Mittwoch bereits auf das Meer ausgedehnt worden. Drei Marineschiffe, zwei Flugzeuge und ein Helikopter suchten nach Angaben von Rettungskräften weite Regionen im Süden und Westen Sulawesis sowie die angrenzenden Gewässer ab.

Wie der Leiter des Luftwaffenstützpunktes in Makassar, Eddy Suyanto, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Antara mitteilte, konzentriert sich die Suche auf das Meer vor West-Sulawesi sowie die dicht bewaldeten Bergregionen nahe Rantepao im Bezirk Tanah Toraja.

Ein Flugzeug der indonesischen Luftwaffe musste während der Suche am Mittwoch wegen des schlechten Wetters auf der Insel Borneo notlanden. Der indonesische Verkehrsminister Hatta Radjasa sagte laut Antara, trotz der erweiterten Suche zu Land, Wasser und in der Luft gebe es keine Fortschritte.

Informations-Chaos

Das Flugzeug soll am Montag zuletzt vor Mamuju in West-Sulawesi auf den Radarschirmen gesichtet worden sein. Der Grund für das Verschwinden war weiterhin unklar.

Der Kontakt zu der Boeing 737-400 der privaten indonesischen Fluglinie Adam Air war am Montag bei Regen und Wind auf dem Flug von der Insel Java nach Sulawesi abgebrochen. An Bord waren 96 Passagiere, darunter elf Kinder, sowie sechs Crew-Mitglieder.

Unter die wachsende Verzweiflung der Angehörigen mischte sich am Mittwoch auch Wut über das Informations-Wirrwarr. Am Vortag hatten es Berichte gegeben, dass das Wrack gefunden sei und es Überlebende gebe. Am Ende stellte sich all dies als falsch heraus.

«Ich bin schockiert über diese falschen Erklärungen. Ich möchte jetzt Gewissheit über das vermisste Flugzeug», klagte ein Angehöriger gegenüber einem Radiosender. Auch die indonesischen Medien übten scharfe Kritik an der Informationspolitik von Behörden und Armee. (sda)

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