Aktualisiert 05.04.2014 03:23

Gelockerte Sanktionen

Boeing darf Ersatzteile an den Iran verkaufen

US-Flugzeugbauer dürfen Ersatzteile nach Iran verkaufen. Jedoch dürfen Boeing und General Electric nur Teile senden, die für Flugzeuge vor 1979 von Nöten sind.

Der Flugzeughersteller Boeing darf unter Einschränkungen Ersatzteile an den Iran verkaufen.

Der Flugzeughersteller Boeing darf unter Einschränkungen Ersatzteile an den Iran verkaufen.

Die USA haben dem amerikanischen Flugzeugbauer Boeing den Verkauf von Ersatzteilen an den Iran erlaubt. Ein Sprecher des Airbus -Konkurrenten sagte am Freitag, die Genehmigung sei durch die gelockerten Sanktionen als Teil der Atom-Gespräche möglich geworden.

Sie umfasse nur Komponenten für Flugzeuge, die der Iran vor der Islamischen Revolution 1979 von Boeing gekauft habe und auch nur solche, die für die Sicherheit der Maschinen notwendig seien. Die Lizenz sei «sehr begrenzt», sagte der Sprecher. Wie viele Teile verkauft werden und zu welchem Preis sagte er nicht. Man werde nun mit dem Iran Kontakt aufnehmen um herauszufinden, was benötigt werde.

Auch General Electric (GE) erhielt von den US-Behörden die Erlaubnis, 18 Flugzeugtriebwerke zu überholen, die Ende der 1970er Jahre an den Iran geliefert wurden. GE-Sprecher Rick Kennedy sagte am Freitag, die Regierung habe dem Antrag zugestimmt, die 18 Triebwerke in Einrichtungen von General Electric oder der deutschen MTU Aero Engines zu überholen.

Lizenzen benötigt

MTU hat eine Lizenz für diese Arbeiten. Mitarbeiter von GE würden sich kommende Woche mit Vertretern der iranischen Fluggesellschaft Iranair und der MTU in Istanbul treffen, um Einzelheiten zu besprechen.

Der Iran hatte sich im November bereiterklärt, sein Atomprogramm einzuschränken. Im Gegenzug wurden die internationalen Sanktionen gelockert. Die Vereinbarung gilt ab Januar für sechs Monate, während die Atom-Gespräche mit den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates und Deutschland weitergehen.

Im Iran gab es der amtlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge seit 1990 mehr als 200 Luftunglücke. Dabei seien mehr als 2000 Menschen ums Leben gekommen. (sda)

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